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Sanfte und einfühlsame Tiere

ST. JOHANN.Ich reite jetzt schon seit fast 9 Jahre, wir haben zwei wundervolle Pferde: Gina (9) und Lilly (5). Ich hab auf Gina reiten gelernt. Gina ist ein Connemara- Pony. Ein Connemara-Pony wird meist zwischen 138 und 153 Zentimeter Stockmaß groß. Der Ursprung von Connemara-Ponys ist Irland, inzwischen sind sie aber in ganz Europa verbreitet. Die Farben der Connemara-Ponys sind meist Schimmel, Falbe oder braun.

Das ursprüngliche Haupteinsatzgebiet der Ponys ist landwirtschaftliche Arbeit. Sie eignen sich auch gut als Freizeitpferde für Dressur und Geländeritte, Boden- und Stangenarbeit, Gymnastizierung und Longieren. Connemara-Ponys sind auch sehr tolle und ganz besondere Therapie-Ponys: Sie sind sanft und einfühlsam.

»Ein wahrer Freund, der einen so nimmt, wie man ist«

Mein kleiner Bruder ist körperlich behindert. Das Reiten auf unserer Connemara-Stute ist für ihn das Schönste, es ist besonders wichtig für die Arme, Schulter, die Rumpf-Becken-Muskulatur, aber auch für die Seele: ein wahrer Freund, der einen so nimmt, wie man ist. Wenn ich mal einen schlechten Tag hab und reite, passt Gina besonders gut auf mich auf, allgemein passt Gina auf mich gut auf.

Lilly ist ein Scheckpony. Wir reiten auf Lilly und Gina Western. Westernreiten ist für jeden möglich und gut zu lernen. Dieser Reitstil unterscheidet sich stark von der traditionellen englischen Reitweise, bei der viel mehr mit Schenkeln, Zügeln, Stimme und anderen Hilfen auf das Pferd eingewirkt wird. Das Westernreiten hat sich aus der Arbeit der Cowboys im Wilden Westen entwickelt.

Cowboys mussten beim Viehtreiben täglich über viele Stunden im Sattel sitzen und zumindest eine Hand, zum Beispiel für das Lassowerfen, freihaben. Deshalb sind Westernpferde darauf trainiert, auf Impulse des Reiters weitergehend ohne Zügel und auf kleinste Schenkelhilfen und Gewichtsverlagerungen zu reagieren. Auch für jemand, der das klassische Reiten gelernt hat, bietet das Westernreiten völlig neue interessante Perspektiven und Erfahrungen.

Da wir nicht in einem Verein reiten, reiten wir bei uns auf der Koppel, im Lonsinger Tal, zum Schafhaus oder nach Bleichstetten aus. Vor allem im Winter ist Ausreiten megageil, es ist zwar kalt, aber total schön. Nicht nur Reiten ist unser Hobby geworden mit Gina und Lilly, sondern mein Vater hat mit Gina und Lilly einen Kutschenlehrgang gemacht und natürlich bestanden. Als er ihn bestanden hat, haben wir uns eine Kutsche gekauft und das ganze Geschirr für unsere Pferde. Wir fahren im Zweiergespann, das heißt, Lilly und Gina laufen nebeneinander zu zweit. Wir fahren fast jeden Sonntag mit der Familie. (ZmS)

Hannah Reichert, GWRS St. Johann, Klasse 8