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Aktuell ZmS-Promi-Interview

Mit Lockenwicklern auf der Autobahn

Wie ihr Handy klingelt? Wieso sie nachts um Drei noch Panna Cotta isst? Und warum sie ein Fan von Peter Maffay ist? Das und noch mehr verriet Doris Schmidts. GEA-FOTO: ANDREAS FINK
Wie ihr Handy klingelt? Wieso sie nachts um Drei noch Panna Cotta isst? Und warum sie ein Fan von Peter Maffay ist? Das und noch mehr verriet Doris Schmidts. GEA-FOTO: ANDREAS FINK
Wie ihr Handy klingelt? Wieso sie nachts um Drei noch Panna Cotta isst? Und warum sie ein Fan von Peter Maffay ist? Das und noch mehr verriet Doris Schmidts. GEA-FOTO: ANDREAS FINK

REUTLINGEN. Sie hätte so gerne eine Zahnspange gehabt. Weil fast jeder in der Schule eine hatte. Das war vielleicht nicht unbedingt schön - aber cool. Doris Schmidts hatte auch ohne Korrektur-Drahtgestell ein umwerfendes Lächeln. So umwerfend sogar, dass sie 2009 zur schönsten Frau Deutschlands gekürt wurde. Gestern war Miss Germany zu Gast bei »Zeitung macht Schule«.

Im Kulturzentrum franz.K plauderte sie auf dem Podium mit Michael, David, Nathalie und Franziska aus der neunten Klasse des Tübinger Wildermuth-Gymnasiums. 120 Schüler aus der ganzen Region waren dabei. Tabus gab’s keine. Das Interview-Team stellte überraschende Fragen. Und bekam überraschende Antworten. Highlight für die mutigsten Mädchen im Publikum: ein kleines Laufsteg-Training. Wer kann schon von sich behaupten, mal mit Miss Germany über den Catwalk gegangen zu sein?

»Dieses Jahr als Miss Germany hat mich sehr reif gemacht«

Zu viel möchten wir an dieser Stelle aber noch nicht verraten. Denn in Kürze folgt auf den ZmS-Seiten ein ausführlicher Bericht von Schülern für Schüler. Wir können es uns trotzdem nicht ganz verkneifen, die eine oder andere Geschichte schon mal auszuplaudern. Die zum Beispiel, wie Doris Schmidts gestern Morgen nach Reutlingen kam.

Weil der Terminkalender einer Miss ziemlich voll ist, kommt’s auf jede Minute an. Um nicht stundenlang im Bad stehen zu müssen, geht die 21-Jährige einfach mit Lockenwicklern auf die Straße. Auf die Autobahn, um genau zu sein. Weil’s dort garantiert irgendwann einen Stau gibt, hat man Zeit, die Lockenwickler wieder rauszunehmen. Dass die anderen Autofahrer ganz schön gucken, wenn Miss Germany ihren Mercedes zum Friseur-Salon macht, stört sie nicht.

Trotzdem ist die junge Frau aus Karlsruhe nicht den lieben langen Tag mit ihrer Schönheit beschäftigt. Doris Schmidts hat Abi und Ausbildung gleichzeitig abgeschlossen und dann ein BWL-Studium begonnen. Respekt. Für ihren Miss-Germany-Job hat sie ihr Studium unterbrochen, will aber nächstes Jahr weitermachen. Beruflich zieht sie den Schreibtisch dem Laufsteg vor. »Modeln macht Spaß, aber es ist ein kurzlebiges Geschäft«, sagt Doris Schmidts. »Mit Mitte 30 kräht kein Hahn mehr nach dir.«

Von Schönheits-OPs hält sie wenig: "Viele Menschen, die sich unters Messer legen, haben eigentlich kein Problem mit ihrer Nase, sondern mit ihrem Selbstbewusstsein." Doris Schmidts jedenfalls will lieber "in Würde altern" und sich dabei auf gute Faltencremes verlassen. So viel Natürlichkeit überzeugt: Miss Germany ist eine ganz Nette. Darin sind sich die Schüler einig. Auch Doris Schmidts hat als Schönheitskönigin viel gelernt - und zwar nicht nur, wie man elegant über einen Laufsteg geht oder vorteilhaft in Kameras lächelt. »Dieses Jahr als Miss Germany hat mich sehr reif gemacht«, sagt sie. "Ich habe weniger Vorurteile. Und ich war viel auf Reisen. Dadurch bin ich selbstständiger geworden." (GEA)