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Man bekommt nichts davon mit

Im OP ist alles sauber und steril.
Im OP ist alles sauber und steril. Foto: dpa
Im OP ist alles sauber und steril.
Foto: dpa

PLIEZHAUSEN. Tatort Operationssaal. Wer schon einmal operiert wurde, der weiß: »Man bekommt nichts mit!« Doch wir klären euch jetzt auf. Zuerst wird man in die Narkose versetzt. Man bekommt ein Narkosemittel und eine Dosis Schmerzmittel, damit man schmerzfrei operiert werden kann. Wichtig: Die Dosierung bezieht sich auf die Art der Operation sowie die Krankheitsgeschichte des Patienten, und wichtig ist: Der Patient atmet nicht selber, sondern wird künstlich beatmet.

Der Patient wird jetzt auf einem OP-Tisch in den Operationssaal gefahren. Die Körperstelle, an der operiert wird, wird mit einem orangefarbenen Desinfektionsmittel abgewaschen. Die Farbe Orange wird verwendet, damit keine Stelle übersehen wird. Der Körper wird bis auf die Operationsstelle abgedeckt. Dann kann die OP beginnen. Während der gesamten Operation werden die Vitalfunktionen, zum Beispiel der Blutdruck und der Puls, digital überwacht. Selten kommt es bei einer Operation vor, dass ein Instrument kaputt geht. Meist sind mindestens zwei bis drei Chirurgen anwesend sowie eine Instrumentierschwester, die den Chirurgen ihre Instrumente reicht, eine Narkoseschwester, ein Narkosearzt und ein Springer, der im Notfall nicht vorhandene Instrumente aus der Sterilisation besorgt.

Bei der Sterilisation werden die gebrauchten OP-Instrumente, zum Beispiel Zangen und Skalpelle, gewaschen und desinfiziert. Zuerst werden die mit Blut verschmierten Gegenstände in ein Ultraschallbecken mit Wasser und eine chemische Lösung gelegt. Dort löst sich kleinster Schmutz ab. Nach etwa fünf Minuten werden sie herausgenommen und kommen dann in eine Art Waschmaschine, in der die Gegenstände mit Desinfektionsmittel gewaschen werden.

Später werden die Gegenstände in einem Sterilisationsofen bei 134 Grad mit Dampf erhitzt. Nun sind die Gegenstände steril, sodass keine Bakterien eine Chance haben zu überleben. Der gesamte Vorgang dauert etwa drei Stunden. Zum Schluss werden sie noch in einer Folie eingeschweißt, damit sie für die nächsten Operationen steril bleiben. Sie sind dort ein halbes Jahr haltbar.

Wir hatten ein Gespräch mit einem Chefarzt und fragten ihn, ob man Blut sehen können muss, wenn man im OP arbeitet. Und er antwortete: »Wer kein Blut sehen kann, ist für diesen Beruf nicht geeignet. In alle Bereichen des OP muss man Blut sehen können.« (ZmS)



Christopher und Luca, Realschule Pliezhausen, Klasse 8c