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Aktuell Zeitung macht Schule

Erst verbeugen - dann abwürgen

REUTLINGEN. Muss man einen Judo-Anzug eigentlich bügeln? »Ich hab's noch nie gemacht. Man kann vielleicht 'ne Bügelfalte reinmachen, dann fällt er etwas hübscher«, scherzt Ole Bischof. Der Mann muss es wissen. Schließlich ist er Olympia-Sieger geworden - ob nun mit Bügelfalte oder ohne. Im ZmS-Promi-Interview plauderte der 28-Jährige gut gelaunt mit Lena Schenk und Selina Kober vom Albert-Einstein-Gymansium sowie 70 weiteren Schülern im Judo-Trainingscenter der TSG Reutlingen.

Einmal von einem Olympia-Sieger aufs Kreuz gelegt werden? Bitteschön, gerne! Judo-Ass Ole Bischof macht's möglich. GEA-FOTO: PAC
Hat nicht nur olympisches Gold, sondern auch jede Menge Sympathie-Punkte bei den ZmS-Teilnehmern geholt: Judoka Ole Bischof. GEA-FOTO: FINK
Hat nicht nur olympisches Gold, sondern auch jede Menge Sympathie-Punkte bei den ZmS-Teilnehmern geholt: Judoka Ole Bischof. GEA-FOTO: FINK

Über den Karneval in seiner Wahlheimat Köln zum Beispiel. Oder über seinen Auftritt bei »Schlag den Raab«: »Da ist es für mich nicht optimal gelaufen.« Stimmt. Gegen Stefan Raab hat Ole haushoch verloren. Dafür hat er in Peking alle aufs Kreuz gelegt. Wie er das gemacht hat, zeigte er den ZmS-Teilnehmern - zunächst mit Trainingspartner Mark Fleck, dann für alle zum Mitmachen.

Talente in Sicht

Vier Wege führen im Judo zum Sieg: Man muss seinen Gegner auf den Rücken werfen, lange genug festhalten, abhebeln oder abwürgen. - Ja, abwürgen! Aber keine Panik: Tote gibt's auf der Matte natürlich nicht. Bevor der Gegner wirklich aus dem letzten Loch pfeift, klopft er zwei Mal auf die Matte - damit hat er zwar verloren, wird aber immerhin aus seiner misslichen Lage befreit. Überhaupt sind Judoka ausgesprochen höfliche Menschen: Jeder Kampf beginnt und endet mit einer Verbeugung. Mit den Schülern, die sich mit ihm auf die Matte getraut haben, ist Ole Bischof jedenfalls ausgesprochen zufrieden: »Ich glaub, es sind ein paar Judo-Talente dabei.« (GEA)