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Aktuell Leserbrief

»Vorrang für Mensch und Natur«

Windräder am Käpfle

Auch auf den Seiten für Leserbriefe des General-Anzeigers wird die Auseinandersetzung darüber, ob auch auf dem »Käpfle« Windräder entstehen sollen oder nicht, ausgetragen. Bei der Diskussion im Rahmen dieser Leserbriefe ist mir aufgefallen, dass für die Gegner wenig Verständnis aufgebracht wird. Vielmehr ist es so, dass diejenigen, die sich für die Natur, das Landschaftsbild und insbesondere auch für die Bürger einsetzen, die sich durch die Nähe zu den Windrädern von gerade einmal 1.000 Metern betroffen fühlen und betroffen sind, so hingestellt werden, als fehle ihnen jeglicher Gemeinsinn. Und es wird als Anmaßung bezeichnet, wenn man sich für die Erhaltung des Landschaftsbildes einsetzt, wo doch so großartige Gemeininteressen entgegenstehen. Das gipfelt dann in Aussagen, dass der Standort »Käpfle« »alternativlos« sei (General-Anzeiger vom 23. Oktober, Seite 9). Wenn das tatsächlich so wäre und wenn das so gesehen wird, dann ist eine faire Diskussion nicht mehr möglich. Man kann zu Windrädern stehen wie man will, aber eines sollte immer beachtet werden: dass sie nur im Einklang mit Natur und Mensch stehen sollten. Stellen Sie sich vor, unsere geliebte Achalm wäre ein geeigneter Platz für viele Windräder. Kann man sich vorstellen, dass irgendjemand auf die Idee käme, dort Windräder hinzustellen? Und warum nicht? Weil es nicht in Einklang mit Natur und den Menschen stände. Das »Käpfle« ist die Achalm von uns Bronnweilern, aber auch von vielen Menschen, die jedes Wochenende sich in diesem Bereich über die wunderbare Natur und Landschaft erfreuen. Deshalb, lieber OB und liebe Gemeinderäte, geben Sie den Menschen und der Natur in diesem kleinen Bereich den Vorrang vor wirtschaftlichen Überlegungen, deren Erfolg noch gar nicht gesichert ist, nachdem zunächst einmal festzustellen wäre, ob überhaupt genug Wind für eine wirtschaftliche Nutzung vorhanden ist. Vergessen Sie nicht den Kummer und die Sorgen derjenigen, die angesichts der Größenordnung, insbesondere der Höhe der geplanten Windräder und der Nähe zu ihren Häusern, erhebliche Bedenken haben, welche Auswirkungen beim tatsächlichen Betrieb spürbar werden.

 

Thomas Rogge, Bronnweiler