Windkraftgegner und -befürworter eint vordergründig ein gemeinsames Ziel: der Schutz von Natur und Umwelt, der Erhalt der Biodiversität als unabdingbare Lebensgrundlage von uns allen.
In der Argumentation werden jedoch wieder einmal Ursache und Wirkung auf den Kopf gestellt: Nicht die Windräder bedrohen unsere Zukunft, sondern der nach wie vor hemmungslose Ausstoß von CO2. Insofern sind Windräder nicht das Problem, sondern ein wichtiger Teil der Lösung. Ein Windrad mag zwar einzelne Individuen gefährden oder gar töten – der Klimawandel aber löst ein globales Artensterben aus. Natürlich mag man sich von der aktuellen Planungsgeschwindigkeit überfordert fühlen, die ist jedoch nicht willkürlich, sondern der jahrzehntelangen Untätigkeit unserer Bundes- und Landesregierungen und auch vieler Kommunalverwaltungen geschuldet.
Wieder einmal drohen die gesetzlichen Klimaschutzvorgaben verfehlt zu werden, daher ist nun Eile geboten – über 50 Jahre (!) nach den ersten Warnungen des Club of Rome. Die rasche Energiewende vor Ort ist daher weder »irrwitzig«, noch »wahnsinnig«, sondern in der aktuellen Klimasituation schlichtweg alternativlos und zwingend.
Jedes früher errichtete Windrad reduziert mit jeder Rotordrehung unseren Kohlendioxid-Ausstoß erheblich und schützt damit wirkungsvoll eben diese Lebensgrundlagen für unsere künftigen Generationen. Das sollte uns bei ihrem Anblick gerne bewusst sein.
Die »BI Gegenwind« zeigt außer Verhinderungsstrategien keine konstruktiven Lösungsansätze auf. Es mutet aber schon grotesk an, wenn nun »Transparenz« namens der Bürgerinitiative eingefordert wird, die eben noch durch Tausende Chatbot-erzeugte Unterschriften versucht hat, die Verwaltung zu überlasten und die öffentliche Meinung zu manipulieren.
Ein ausgedehnter Waldspaziergang zu Ursachen und Wirkungen sei diesbezüglich auch dem Schreiber empfohlen.
Heiner Bauer, Sonnenenergie Neckar-Alb e. V. , Sonnenbühl
