Aus unserer Sicht gibt die Berichterstattung »Zwei Blockaden am Demo-Samstag« leider nur verkürzt den breiten solidarischen Gegenprotest zum Aufmarsch von »Gemeinsam für Deutschland« wieder.
Ein breites Band aus der Zivilgesellschaft hat am vergangenen Samstag zu solidarischen Gegenprotesten zum Aufmarsch von »Gemeinsam für Deutschland« aufgerufen. Neben dem Bündnis »Gemeinsam & Solidarisch gegen Rechts Reutlingen und Tübingen« waren weitere an verschiedenen Orten präsent. Das Bündnis für Menschenrechte mit einer mehrstündigen Kundgebung an der Citykirche hat in diesem Rahmen die »harmlosen« Forderungen von »Gemeinsam für Deutschland« infrage gestellt und ist darüber mit vielen Bürgerinnen und Bürgern in einen Dialog getreten. Ebenfalls hat das in Gründung befindliche Bündnis »Reutlingen bleibt bunt« zum Gegenprotest aufgerufen. Dieses Bündnis tritt für ein weltoffenes, vielfältiges und inklusives Reutlingen ein und weist darauf hin, dass die demokratische Vielfältigkeit Reutlingens ein lebendiger Ausdruck der freiheitlich demokratischen Grundordnung sei.
Mehr denn je ist es notwendig, sich gegen Verschwörungsmythen, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus lautstark zur Wehr zu setzen und sich für eine freiheitliche Demokratie einzusetzen. Und das war am vergangenen Samstag der Fall. Aus allen Altersgruppen sind Menschen zu den Gegenprotesten auf die Straße gegangen. Sie alle haben gemeinsam gezeigt, dass Reutlingen vielfältig und bunt ist und bleibt! Und dass die Stadt nicht den demokratiefeindlichen Kräften überlassen werden darf!
Katharina Kirchgeßner und Claus-Peter Weccard, Eningen
