Zurzeit sehe ich für die Zukunft Reutlingen schwarz! Durch eine Politik oder Nicht-Reaktion auf Abwanderung wichtiger Einzelhandelsstrukturen sackt Reutlingen als Einkaufsstandort merklich ab. Immer mehr Fahrradwege auf Kosten des Pkw-Verkehrs bringen auch keinen Vorteil. Hohe Parkgebühren helfen auch nicht weiter, Reutlingen als wachsenden Markt zu besuchen!
Eine Stadtbahn mit nicht voraussehbaren oder nicht öffentlichen Folgekosten bringt keine Lösung, da schienengebunden starr in der Benutzung für die Bevölkerung und damit ein Minusgeschäft bleiben wird. Ehrlich sollte die Verwaltung sein: Reutlingen als Einkaufsstadt hat wenig zu bieten – und für den Tourismus? Fahrradstraßen mit vielen eigenen Ampeln – ist das die Lösung für eine lebendige Stadt? Zurzeit sehe ich innerhalb von Reutlingen neue Fahrradstrecken parallel zu bestehenden. Nur ein Beispiel: Römerschanz-Friedhofgebiet. Hier habe ich die Auswahl an Fahrradwegen, teilweise als Teststrecke benannt. Fraglich in der Straßenverkehrsordnung! Ich glaube, Reutlingen hat in den nächsten Jahren noch viel nachzuarbeiten, wenn es nicht als unbedeutend dastehend will. Sorry, ich gehöre der Altersgruppe zu, die den Absturz Reutlingens erlebt und den Aufschwung nicht mehr erleben wird – in diesem Sinne viel Erfolg für die Zukunft Reutlingen, das seinen Standortvorteil am Fuße der Schwäbischen Alb besser nutzen sollte, zum Beispiel für Amazon oder Decathlon oder andere. Reutlingen hat Platz, den gilt es zu nutzen!
Siegfried W. Müller, Reutlingen
