Die immer lauter werdenden Stimmen politischer Vertreter sowie Prominenter aus der Künstler- und Schauspielszene gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen sowie der zunehmende Antisemitismus in der westlichen Welt erinnern in unguter Weise an die Anfänge des Nationalsozialismus in Deutschland, wo »den Juden« die Verantwortung für die Not ihrer Mitmenschen zugeschoben wurde.
Die mediale Strategie der Hamas ist aufgegangen. Quellen vor Ort in Gaza belegen, dass nicht Israel, sondern Hamas Hunger als Waffe nutzt. Laut UN-Daten haben zwischen Ende Mai und Ende Juli nur etwa 12 Prozent der Hilfslieferungen ihren Bestimmungsort erreicht, weil sie von Hamas beschlagnahmt werden und diese durch verteuerten Verkauf an die eigene Bevölkerung ihre weitere Bewaffnung finanziert. Laut dem Vorsitzenden des US-Kongresses, Mike Johnson, hat Hamas die Hälfte ihres Budgets aus diesem Raub-Schema generiert – seit Beginn des Krieges im Oktober 2023 etwa 500 Millionen Dollar! Dieses gelingt Hamas weit seltener, seit der neue von Israel und den USA organisierte Verteilmechanismus über die GHF-Zentren läuft. Daher versucht Hamas, ihre eigene Bevölkerung von den GHF-Zentren wegzuhalten und schreckt auch vor Gewalt an Zivilisten nicht zurück. Somit ist die Hungersnot der Bevölkerung vor allem von Hamas ausgelöst, nicht von Israel. Hamas weiß genau, wie man durch gezielte Propaganda Menschen im Westen blendet und zum Hass auf Israel aufstachelt. Dazu nutzt sie geschickt ihre Gesundheitsbehörde in Gaza sowie das für sie zuständige UN-Hilfswerk (UNWRA). Da aus dem Gaza-Streifen nahezu ausschließlich palästinensische Journalisten berichten, ist keine Objektivität zu erwarten.
So werfen die Berichte von globaler »Hungersnot« in Gaza alleine beim Betrachten der Bilder Fragen auf, wenn zum Beispiel neben abgemagerten Kindern wohlgenährte Erwachsene stehen. Dass 28 westliche Staaten sowie die SPD-Fraktion im Bundestag konkrete Maßnahmen ausschließlich gegen Israel als angeblichen Verursacher und Alleinverantwortlichen des Leids in Gaza fordern, bestätigt die Wirkung dieser Propaganda. Ebenso nützt die Forderung nach einem Waffenstillstand aktuell nur der Hamas.
Bereits 147 (von 193) Staaten der UN erkennen Palästina als »Staat« an, weitere – wie zum Beispiel Frankreich – wollen folgen. Aber welchen Staat? In welchem Staatsgebiet? Mit welchem Rechtssystem? Welcher Regierung? Hamas fordert einen Staat »Palästina«, der ganz Israel – ohne Juden – mit Jerusalem als Hauptstadt umfasst. Wie soll hier ein »Zwei-Staaten-System« entstehen, welches nur der naive Westen in seiner Arroganz und Unkenntnis der Verhältnisse als »einzig mögliche Perspektive« sieht? Während sich inzwischen eine Reihe arabischer Nachbarstaaten gegen Hamas wendet, bleibt diese für westliche Politiker weiter Verhandlungspartner und setzt ihre Fake-News-Propaganda fort.
Wohlgemerkt: Es gibt in einem Krieg immer unschuldige Opfer und Unrecht – auch hier, auch seitens der israelischen Armee. Ebenso gibt es Hunger in der Bevölkerung. Aber Israel zum Hauptschuldigen für diese Situation zu erklären und jetzt – wo Hamas offenbar erstmalig in einen wirtschaftlichen Engpass geraten ist – Israel mit Sanktionen zu drohen, ist ebenso naiv wie verwerflich.
Während Pro-Palästina-Aktivisten ihren Hass auf Israel und die Juden ohne nennenswerte Folgen laut skandieren dürfen, müssen Juden bei uns um ihre Sicherheit fürchten. Sie werden ausgegrenzt (zum Beispiel in Unis, Restaurants), bedroht – und auch körperlich attackiert, obwohl sie nichts mit der Politik ihres Landes zu tun haben. Dass dieses Volk jedoch alle Widerstände, Verfolgungen und Vertreibungen seit Jahrtausenden überstanden hat, sollte uns alle – vor allem aber die Gegner Israels – nachdenklich machen.
Jürgen Rabenau, Reutlingen
