Nun hat man sich endlich zusammengerauft. Eine gute Nachricht für das Nachtleben in Reutlingen. Die Selbstverpflichtung, die Einhaltung der Spielregeln soll oder wird das Regeln. Die Berichte im GEA und beim regionalen TV waren doch sehr aufschlussreich. Es war die Rede davon, dass viele Anwohner mit einem Flyer informiert und aufgefordert wurden, eine Rückmeldung zu geben. Von den tatsächlichen rund 200 Personen, oder Haushalten, kamen nur fünf Rückmeldungen ins Rathaus. Es ist zu vermuten, dass es sich hierbei um diese fünf Personen handelt, die versucht haben, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, jedenfalls fühlt sich das so an.
Das Gute ist, dass sich die Betreiber/Inhaber der Locations selbst zusammengeschlossen haben, um die Sache mit den Gästen und der Musik zu entschärfen. Der Wille ist da. Nun müssen nur noch Taten folgen. Sollte alles so umgesetzt werden, aber trotzdem noch Anzeigen oder Ermahnungen ins Haus flattern, würde es nur noch darum gehen, Unruhe zu stiften um der Unruhe Willen. Menschen, die man wegen der Sperrstunde nicht mehr bedient, die sich vielleicht trotzdem noch länger vor der Location aufhalten und trotzdem noch lautstark kommunizieren, kann man nicht davonjagen, es funktioniert nicht auf Knopfdruck.
Zu loben ist auch die Tatsache, dass selbst Nichtbeteiligte, die es gar nicht betrifft, sich der Selbstverpflichtung angeschlossen haben, das kann den Zusammenhalt stärken, denn irgendwie sitzen alle in einem Boot. Ich denke, dass das Komunizieren der Verantwortlichen ein gutes und vielleicht auch ein letztes Zeichen war. Jeder hat es selbst in der Hand.
Bernd Ulmer, Pfullingen
