Ich weiß nicht …ich weiß nicht …bin ich denn so vergesslich geworden? War nicht vor Jahren einmal der Wunsch nach einer Regional-Stadtbahn aufgekommen, welche Städte und Orte in der Region flott und in jeder Hinsicht günstig miteinander verbindet? Dies unter anderem, um den Berufspendlerverkehr und auch sonstigen privaten Autoverkehr so gut wie möglich von den Bundesstraßen mit dem Fernverkehr wegzubringen. Ebenso besonders dort, wo solcher Fernverkehr selbst innerhalb von Orten mit Privatverkehr zusammen ständig für unerträgliche Verhältnisse sorgt.
Nun machen sich seit einiger Zeit viele für die Verwirklichung in Form von innerörtlichen, jedoch straßenbahnartigen Verbindungen mit X Haltestellen stark. Und das, obwohl es schon Omnibusverkehr zur Bedienung der verschiedenen Ziele und Ortsteile gibt, welcher trotz Bahn weiterhin gebraucht wird. Was ist vom Vorschlag für problemloses Umsteigen noch übrig?
Da fürchtete sich auch mal jemand vor ständigem Tür-auf/Tür-zu mit den entsprechenden Halte- und Anfahrgeräuschen. Grade das entfällt so auch. Halt, Umstieg, dabei entstehende Geräusche sind dann nicht schlimm, wenn die örtliche Haltestelle (samt P+R-Parkplatz) etwas abseits von den Häusern ist und man dort vom Bus am gleichen Steig auf gleicher Ebene direkt in den parallel stehenden Zug – und umgekehrt – rüber kann. Beide müssen eben zugleich da sein, um direkt und ohne Zeitverlust weiterzukommen. Egal was und welche Trasse: Ganz ohne Umsteigen geht’s sowieso nicht.
Vielleicht habe ich’s doch noch richtig im Kopf und liege sicher nicht falsch mit dem Ratschlag der Rückbesinnung auf den ursprünglichen Gedanken. Vielleicht auch noch das: Maß nehmen in/an Regionen, wo es funktioniert unter Beachtung dortiger Verhältnisse! Teils sind dort großzügigere Straßenzüge vorhanden, teils ging man unter die Erde, machte Tunnels und so weiter. Einfach so machen, wie es woanders klappte. Dabei aber sicher dort auch passierte Fehler erkennen und hier vermeiden!
Dietrich Emil Braun, Reutlingen
