Ich kann dem Leserbrief »Zeit für frischen Wind« (14. Juni) zur Rauchproblematik im Reutlinger Freibad nur mit Nachdruck zustimmen und möchte noch deutlicher werden: Rauchen hat auf dem Gelände eines Familienfreibads schlicht nichts zu suchen. Schon im Eingangsbereich wird man regelmäßig von Zigarettenqualm empfangen. Das passt weder zum Ort noch zur Idee eines gesunden, familienfreundlichen Freibads. Es ist kaum zu fassen, dass in Zeiten, in denen rauchfreie öffentliche Räume längst selbstverständlich sind, ausgerechnet in einem Freibad – einem Ort voller Kinder, sportlich aktiver Menschen und Erholungsuchender – noch immer überall geraucht werden darf. Passivrauchen ist gesundheitsschädlich, Punkt. Und niemand sollte gezwungen sein, beim Sonnenbaden oder Spielen im Gras ständig Zigarettenqualm einzuatmen. Der Gestank ist das eine – gesundheitliche Risiken sind das andere. Gerade rund ums Babybecken oder auf überfüllten Liegewiesen ist Rauchen mehr als nur rücksichtslos. Es ist fahrlässig. Ich fordere ein klares Rauchverbot auf dem gesamten Freibadgelände – mit wenigen, klar abgegrenzten Ausnahmen für Raucherzonen fernab der Aufenthaltsbereiche. Reutlingen sollte hier endlich Verantwortung übernehmen – für den Schutz unserer Kinder, für mehr Lebensqualität und für ein Freibad, das wirklich allen gut tut.
Andreas Freitag, Reutlingen
