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Wolf riss Kälber im Landkreis Waldshut

Mehrere im August tot oder verletzt entdeckte Kälber im Landkreis Waldshut gehen auf das Konto eines Wolfes - vermutlich war es sogar ein und derselbe. Das hätten Proben ergeben, die an den Rindern genommen worden waren, teilte das Umweltministerium unter Berufung auf die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) am Montag mit. Die Proben stammten von sechs Jungtieren aus dem Gebiet der Gemeinde Bernau. Fünf der Kälber waren tot und ein sechstes Tier verletzt aufgefunden worden.

Ein Wolf geht in einem Wildpark durch sein Gehege
Ein Wolf geht in einem Wildpark durch sein Gehege. Foto: Sebastian Gollnow
Ein Wolf geht in einem Wildpark durch sein Gehege.
Foto: Sebastian Gollnow

In zwei Fällen - bei einem der toten Tiere und dem verletzten Kalb - stehe bereits fest, dass der Wolfsrüde mit der Bezeichnung GW1129m dafür verantwortlich sei. Die anderen vier Kälber habe ebenfalls ein Wolf gerissen. »Es ist davon auszugehen, dass auch diese Ereignisse mit dem Wolf GW1129m zusammenhängen«, hieß es weiter. Schon ein im Juli in Ibach im gleichen Landkreis leicht verletztes Kälbchen war nachweislich von dem Rüden attackiert worden.

Bernau wie auch Ibach liegen innerhalb eines sogenannten Fördergebiets Wolfsprävention im Schwarzwald. Der Wolf GW1129m ist den Angaben zufolge dort seit Juni 2020 sesshaft. In dem Fördergebiet werden Tierhalter vom Land etwa bei der Anschaffung oder beim Unterhalt von Weidezäunen und Herdenschutzhunden unterstützt.

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