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Vetter: Sportler werden sich vor Olympia impfen lassen

Johannes Vetter
Der Speerwerfer Johannes Vetter. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Der Speerwerfer Johannes Vetter. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

FRANKFURT/MAIN. Ex-Weltmeister Johannes Vetter erwartet, dass sich die Mehrzahl der Athleten vor den Olympischen Spielen 2021 in Tokio gegen das Coronavirus impfen lässt. »Ich gehe davon aus, dass viele Sportler das machen werden«, sagte der 28 Jahre alte Speerwerfer im Interview der »Welt am Sonntag«. Schließlich würden sich die Sportler mittlerweile das fünfte Jahr auf die Spiele in Tokio vorbereiten, »da nehmen wir natürlich alle Entbehrungen auf uns«.

Mehr Klarheit hätte Vetter aber gern, was im Falle eines Corona-Falls unter den Athleten bei den Sommerspielen geschehen würde: »Im Fußball werden Ligaspiele abgesagt - was passiert mit mir als Einzelsportler bei den Spielen? Wird das Finale verschoben? Oder werde ich disqualifiziert?« Vom Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, der Vetter vor wenigen Wochen überraschend angerufen hatte, habe er keine richtige Auskunft dazu bekommen. »Auf meine Frage, was denn passieren würde, wenn ein Sportler kurz vor dem Wettkampf Symptome zeigt oder gar positiv auf Corona getestet wird, sagte Bach nichts«, berichtete der WM-Champion von 2017.

Wenig Hoffnung hat er, dass es ein olympisches Dorf in Tokio mit mehr als 10 000 Athleten aus aller Welt geben wird. »Olympia ist zwar eine Zusammenkunft von Nationen, Kulturen, Religionen, alle vereint unter dem olympischen Gedanken«, sagte Vetter. »Aber selbst innerhalb des deutschen Teams wird es Einschränkungen geben. Das ist dann halt so. Dann muss man das Olympiasieger-Bier eben allein mit dem Trainer trinken.«

Nach seinem Wurf auf 97,76 Meter Anfang September, mit dem er nur um 72 Zentimeter den Weltrekord verfehlte, hält er es für möglich, über 100 Meter weit werfen zu können. »Die 100 könnten wackeln«, sagte Vetter. (dpa)