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Unikliniken: Tarifverhandlungen ohne Ergebnis abgebrochen

Der Tarifkonflikt bei den Unikliniken spitzt sich zu. Die Gewerkschaft Verdi droht nun mit Urabstimmung. Ihr reicht das Arbeitgeberangebot nicht aus.

Warnstreik an vier Uniklinik
Ein Plakat mit der Aufschrift »Heute Warnstreik« hängt am Universitätsklinikum Tübingen. Foto: Marijan Murat
Ein Plakat mit der Aufschrift »Heute Warnstreik« hängt am Universitätsklinikum Tübingen.
Foto: Marijan Murat

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für rund 26.000 Beschäftigte an den vier Unikliniken im Südwesten ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber äußerten am Freitag Unverständnis über den Abbruch der Gespräche durch die Gewerkschaft Verdi.

Der Arbeitgeberverband der baden-württembergischen Uniklinika (AGU) hatte ein neues Angebot vorgelegt. Es umfasst demnach eine steuer- und abgabenfreie Sonderzahlung in Höhe von 1200 Euro, zahlbar im Dezember, eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 800 Euro, zahlbar in 2023, eine lineare Erhöhung der Bezüge in Höhe von 7 Prozent ab Oktober 2023 sowie eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 550 Euro für 2024. Der Vorschlag sieht eine Laufzeit des Tarifvertrags bis August 2024 vor. Mit diesem Angebot gehe man an die wirtschaftlichen Belastungsgrenze der Kliniken.

Die Gewerkschaft Verdi hatte am Donnerstagabend das Angebot der Arbeitgeberseite zurückgewiesen. »In Summe haben sie sich keinen Zentimeter bewegt und ignorieren damit die massive Streikbewegung ihrer eigenen Beschäftigten«, teilte Verhandlungsführerin Irene Gölz am frühen Freitagmorgen mit. Daher habe man beschlossen, die Tarifverhandlungen abzubrechen.

Mitteilung Verdi

© dpa-infocom, dpa:221202-99-749019/4