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Polizei kontrolliert zahlreiche Autoposer an »Car-Freitag«

An Karfreitag verabreden sich vor allem Autoposer traditionell an szenetypischen Orten und zeigen ihre Fahrzeuge.

»Car-Freitag« in Baden-Württemberg
Polizisten kontrollieren ein Auto, das von einer Verkehrskontrolle am sogenannten Car-Freitag herausgezogen wurde. Foto: Felix Kästle/DPA
Polizisten kontrollieren ein Auto, das von einer Verkehrskontrolle am sogenannten Car-Freitag herausgezogen wurde.
Foto: Felix Kästle/DPA

Am sogenannten Car-Freitag hat die Polizei in mehreren Städten Hunderte Fahrzeuge in der Tuningszene kontrolliert und viele Verstöße festgestellt. Die Verkehrspolizeiinspektion des Polizeipräsidiums in Mannheim nahm von Freitagabend bis in die frühen Morgenstunden des Samstags 130 Fahrzeuge und 215 Personen unter die Lupe.

Die Ermittlungsgruppe »Poser« stellte 46 Verstöße fest, welche in verschiedenen Fällen dazu führten, dass die Betriebserlaubnis erlosch. In sechs Fällen waren die Mängel den Angaben zufolge so gravierend, dass die Fahrzeuge zur weiteren Begutachtung sichergestellt wurden. An acht auffälligen Fahrzeuge war an der Abgasanlage manipuliert worden. Dies hatte zur Folge, dass die Fahrzeuge deutlich lauter als erlaubt waren. Stuttgarter Polizisten kontrollierten am Karfreitag auf der Waldau 109 Fahrzeuge und 186 Personen. Im Fokus standen illegale Umbauten, Lärmbelästigung durch hochdrehende Motoren sowie Raser. Bei 14 Fahrzeugen seien schwerwiegende Mängel festgestellt worden, die Betriebserlaubnis erlosch. Elf Autos und drei Motorräder stellten die Beamten sicher, da die Veränderungen die Verkehrssicherheit gefährdeten.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Konstanz wurden bis in die späten Abendstunden des Freitags mehrere hundert Fahrzeuge und deren Fahrer und Fahrerinnen kontrolliert. Hierbei wurden 20 Fahrzeuge mit diversen technischen Veränderungen festgestellt und beanstandet. In 13 Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt, da die Veränderungen die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge beeinträchtigten. Außerdem kam es zu einer Vielzahl von Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung. Zu größeren Ansammlung szenetypischer Fahrzeuge kam es vor allem in den Städten Singen und Villingen.

Neben Spezialisten der Verkehrspolizei waren zahlreiche weitere Beamte verschiedener Polizeireviere auch im Präsidium Reutlingen in Einsatz. Es wurden rund 130 Fahrzeuge und 145 Personen kontrolliert. Dabei stellte die Polizei 29 Verstöße bei technischen Veränderungen fest, welche angezeigt werden. In drei Fällen waren die Veränderungen so gravierend, dass eine Weiterfahrt untersagt wurde.

Im Landkreis Göppingen und im Stadtgebiet Ulm überprüfte die Polizei rund 250 Fahrzeuge, davon 114 Krafträder sowie etwa 300 Personen. 30 der kontrollierten Fahrzeuge wiesen erhebliche Mängel auf, wodurch die Betriebserlaubnis erlosch. Insgesamt wurden 88 Fahrzeuge beziehungsweise deren Lenker beanstandet. Dies führte zu fünf Strafverfahren und 83 Bußgeldverfahren.

Recht ruhig war es am Karfreitag im Bereich des Polizeipräsidiums Pforzheim. Mehrere Einsatzkräfte hatten mögliche Szenetreffpunkte beobachtet und kontrolliert. Entsprechend auffällige Fahrzeuge waren dabei eher selten auszumachen, wie es hieß. Die Mehrzahl der Beanstandungen ergab sich bei Autos, die im Stadtgebiet Pforzheim, im Enzkreis oder auf der Autobahn A8 kontrolliert wurden. Dabei wurden vier Fahrzeuge mit derartigen Mängeln entdeckt, dass die Betriebserlaubnis erloschen ist. Bei zwei Fahrzeugen beanstandeten die Beamten eine unzulässige Beleuchtung und in weiteren zwei Fällen unnötigen Lärm.

PM zu Stuttgart

PM zu Mannheim

PM zu Konstanz

PM zu Reutlingen

PM zu Ulm

PM zu Nordschwarzwald

© dpa-infocom, dpa:240330-99-511573/3