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Aktuell Prozess

Nach Tod von misshandeltem Kleinkind: Urteil gegen Mutter erwartet

Mit schweren Verletzungen kommt ihr kleiner Sohn ins Krankenhaus und stirbt. Schnell wird klar, dass der Junge von ihrem Lebensgefährten misshandelt wurde. Ob die Mutter eine Mitschuld trägt, versucht das Amtsgericht herauszufinden - und will nun ein Urteil fällen.

Eine Bronzefigur der Justitia mit Schwert und Waage
Eine Bronzefigur der Justitia mit Schwert und Waage. Foto: Arne Dedert
Eine Bronzefigur der Justitia mit Schwert und Waage.
Foto: Arne Dedert

ELLWANGEN. Nach dem gewaltsamen Tod ihres misshandelten Sohnes wird am Donnerstag (9.00 Uhr) das Urteil gegen eine 37-jährige Mutter erwartet. Der fast Zweijährige war von ihrem damaligen Lebensgefährten im Oktober 2021 in Bopfingen geschlagen und dadurch getötet worden. Der Angeklagten wird Misshandlung von Schutzbefohlenen durch Unterlassen vorgeworfen. Sie hatte zu Prozessbeginn gestanden.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Mutter vor, ihren gestorbenen Sohn im Zeitraum von September bis Ende Oktober 2021 in der Obhut ihres Lebensgefährten gelassen zu haben, obwohl sie gewusst habe, dass dieser den Jungen misshandele. Das Kind starb am 21. Oktober 2021 nach zahlreichen Verletzungen in einem Krankenhaus. Der Lebensgefährte wurde im Mai wegen Totschlags und schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen vom Landgericht Ellwangen zu 14 Jahren Haft verurteilt.

Am zweiten und letzten Prozesstag sollen zwei Zeugen gehört werden. Staatsanwaltschaft und Verteidigung müssen auch noch plädieren. (dpa)