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Nach Tod von Mannheimer Polizist: NRW-Polizei mit Trauerflor

Nach dem Tod eines Mannheimer Polizisten nach einer Messerattacke hat das nordrhein-westfälische Innenministerium Trauerflor an Funkstreifenwagen und Streifenbooten der Polizei angeordnet. Zudem soll für die Auftritte der Behörden in den sozialen Medien ein virtueller Trauerflor umgesetzt werden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Sonntagabend.

Nach dem Messerangriff in Mannheim
Nach der Messerattacke in Mannheim demonstrieren Mitglieder der Antifa gegen eine AfD-Kundgebung. Foto: Thomas Frey/DPA
Nach der Messerattacke in Mannheim demonstrieren Mitglieder der Antifa gegen eine AfD-Kundgebung.
Foto: Thomas Frey/DPA

»Was für eine tragische Nachricht aus Mannheim. Dieser mutige Polizist hat Menschen beschützt und musste diesen Einsatz mit seinem Leben bezahlen«, wird Innenminister Herbert Reul (CDU) zitiert. Die NRW-Polizei trauere mit den Angehörigen des verstorbenen Mannes sowie mit den Kolleginnen und Kollegen der baden-württembergischen Polizei.

Der Polizist war am Freitag bei einem Messerangriff auf dem Mannheimer Marktplatz attackiert worden. Er erlag seinen Verletzungen am Sonntagnachmittag. Das teilten die Staatsanwaltschaft Karlsruhe, das Polizeipräsidium Mannheim und das Landeskriminalamt mit. Der Angreifer habe dem 29 Jahre alten Beamten mehrmals in den Kopfbereich gestochen. Das Motiv des 25-jährigen Täters ist indes noch immer unklar. Bisher war der Mann, der in Afghanistan geboren wurde und 2014 als Jugendlicher nach Deutschland kam, nicht vernehmungsfähig. Er war in den Minuten nach der Attacke ebenfalls verletzt worden.

© dpa-infocom, dpa:240602-99-250626/2