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Hoffenheim bei RB: »Das Ding ist immer noch nicht durch«

Hoffenheim hat im Abstiegskampf eine schwierige Aufgabe vor sich. Immerhin könnte der lange verletzte und schmerzhaft vermisste Grischa Prömel zurückkehren.

Grischa Prömel
Hoffenheims Grischa Prömel bedankt sich nach dem Spiel bei den Fans. Foto: Tom Weller
Hoffenheims Grischa Prömel bedankt sich nach dem Spiel bei den Fans.
Foto: Tom Weller

Nach dem bösen Rückfall gegen den 1. FC Köln hat Pellegrino Matarazzo diese Woche viele Einzelgespräche mit den Spielern der TSG 1889 Hoffenheim geführt. Im Abstiegskampf müssen die Kraichgauer nun bei RB Leipzig antreten und danach gegen Eintracht Frankfurt, beim VfL Wolfsburg und gegen Union Berlin - alles Konkurrenten mit ganz anderen Ambitionen. »Wir haben einen ersten Rückschritt gegen Köln erlebt, jetzt geht es wieder vorwärts«, sagte TSG-Coach Matarazzo vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr). »Jetzt geht's darum, zwei Schritte nach vorn zu machen. «

Mit einem Zwischenspurt von zehn Punkten aus fünf Spielen - darunter das 1:1 beim FC Bayern - schien sich der einstige Europa-League-Kandidat schon fast aller Sorgen entledigt zu haben. Doch das 1:3 am vergangenen Samstag hat Hoffenheim wieder zurückgeworfen. Zwar liegt der Tabellen-14. fünf Punkte vor dem Relegationsplatz mit dem VfB, aber auf eine Entscheidung am letzten Spieltag bei Matarazzos früherem Verein in Stuttgart will es die TSG natürlich nicht ankommen lassen.

»Das Ding ist immer noch nicht durch, und so lange gibt es keine Veranlassung, sich auszuruhen«, sagte Grischa Prömel im »Kicker«-Interview. »Wahrscheinlich bleibt es bis zum Ende spannend, wir versuchen natürlich, die nötigen Punkte so früh wie möglich zu holen.« Dem 28 Jahre alten Mittelfeldspieler winkt in Leipzig sein Bundesliga-Comeback. »Er fühlt sich gut, hat noch mehr Vertrauen bekommen in seinen Körper und ist natürlich eine Option für Samstag«, sagte Matarazzo.

Prömel steht schon länger wieder im Mannschaftstraining und spielte am vergangenen Sonntag eine Halbzeit für die U23 der Hoffenheimer. Der frühere Fußballer von Union Berlin hatte sich im November beim 1:3 gegen Leipzig, als er unglücklich mit seinem Mitspieler Christoph Baumgartner zusammenstieß, einen Knöchelbruch zugezogen.

»Ich habe jetzt lange genug gearbeitet und hoffe, dass es möglichst bald auch zum Comeback in der Bundesliga kommt«, sagte Prömel. Für die Partie in Leipzig fällt Kevin Vogt aus. Der Abwehrchef hat erneut Kniebeschwerden. Fraglich ist der Einsatz von Angelo Stiller (Schlag aufs Knie). Kevin Akpoguma soll nach seinem Nasenbeinbruch mit einer Schutzmaske spielen.

Mit wem auch immer die Hoffenheimer bei RB auflaufen - die »extreme Enttäuschung« gegen Köln sei »super aufgearbeitet« worden, betonte Matarazzo, der mal wieder Aufrüttelarbeit leisten muss. Der aktuelle TSG-Kader, so urteilte am Donnerstag die »Süddeutsche Zeitung«, scheint »wie ein Pferd zu sein, dass nur so hoch springt, wie es gerade muss.« Ob das zutrifft? »Werden wir sehen«, antwortete Matarazzo, der seine ersten fünf Partien mit Hoffenheim allesamt verloren hatte. »Ich bin zehn oder elf Wochen mit der Mannschaft zusammen und wir haben kontinuierlich einen Schritt gemacht, was die Leistung angeht.«

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© dpa-infocom, dpa:230427-99-469435/3