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Halloween-Bilanz: Fliegende Eier und Krawalle

Bunt verkleidet und auf der Suche nach Süßigkeiten - doch nicht überall im Südwesten verlief Halloween friedlich.

Halloween
Eine Frau höhlt beim großen Kürbiserntefest zum Saisonende im egapark einen Kürbis mit Gruselgesicht aus. Foto: Michael Reichel/DPA
Eine Frau höhlt beim großen Kürbiserntefest zum Saisonende im egapark einen Kürbis mit Gruselgesicht aus.
Foto: Michael Reichel/DPA

Eierwürfe, Schlägereien und Feuerwerkskörper: In der Halloween-Nacht hat es in Baden-Württemberg reichlich Einsätze im Zusammenhang mit Halloween gegeben. Es kam zu zahlreichen Straftaten.

Nach Polizeiangaben vom Mittwoch wurde in Reutlingen ein Autofahrer am Dienstagabend aus einer Menschengruppe heraus mit einer Glasflasche beworfen und anschließend mit einer Machete bedroht. Verletzt wurde demnach niemand. Per Notruf erfuhren die Einsatzkräfte wenig später, dass bei einer Veranstaltung bei einer Sportanlage 50 Menschen in Streit geraten seien und ebenfalls eine Person mit Machete gesehen worden sei. Als die Beamten eintrafen, waren bereits einige Menschen flüchtig. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

In Kirchheim unter Teck (Landkreis Esslingen) geriet eine private Feier am Dienstagabend außer Kontrolle. Wie die Polizei mitteilte, war die Party über die sozialen Medien beworben worden. Dadurch seien deutlich mehr Gäste gekommen als erwartet. Die Party konnte erst mit Hilfe der Beamten aufgelöst werden. Infolgedessen kam es zu Rangeleien, zu Zünden von Böllern in einer Menschenmenge, zu Eierwürfen auf Einsatzfahrzeuge und Beleidigungen gegenüber den Polizisten. Angaben über Verletzte oder die Höhe des Schadens gab es zunächst nicht.

In Metzingen (Landkreis Reutlingen) kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr: Nach Polizeiangaben sollen Unbekannte auf einem Radweg drei Schachtdeckel aus der Verankerung gehoben haben. Ein 17 Jahre alter Radfahrer übersah einen ausgehobenen Schachtdeckel und stürzte. Verletzt wurde er demnach nicht.

Bis zu 30 Personen lieferten sich nach einer Halloween-Party in Wehr (Landkreis Waldshut) eine Schlägerei. Sechs Menschen erlitten dabei teils schwere Verletzungen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Auslöser war den Angaben zufolge ein Streit zwischen einem Unbekannten und einem 24 Jahre alten Mann. Der Unbekannte stellte sich in den frühen Morgenstunden vor das Auto des 24-Jährigen, um ihn anzuhalten. Als der Autofahrer den Unbekannten aufforderte, zur Seite zu gehen, habe der Unbekannte ihn mit der Faust durch das geöffnete Fenster geschlagen.

Der Fahrer und sein Beifahrer verließen daraufhin das Auto und es kam zu der Auseinandersetzung mit dem Provozierenden und dessen Begleitern. Dabei soll der 24-Jährige am Boden liegend von mehreren Personen getreten worden sein.

Zu 64 Einsätzen mussten die Beamten des Polizeipräsidiums Mannheim in der Halloween-Nacht ausrücken - 32 Mal, weil Objekte mit Eiern beworfen worden waren. Außerdem wurde der Polizei verbotenes Abbrennen von Feuerwerkskörper gemeldet und in Mannheim brannte am Dienstagabend ein Auto. Insgesamt habe jedoch »das ausgelassene und friedliche Feiern« überwogen, hieß es.

Mitteilung

© dpa-infocom, dpa:231101-99-783058/3