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Graffiti setzen vielen Kommunen zu

Gut gemachte Graffiti und Street-Art können Innenstädte aufhübschen. Illegale Schmierereien mit Spraydose oder Permanentmarker sind für Kommunen aber häufig ein Ärgernis.

Umgang der Städte und Kommunen mit Graffiti
Ein Parkscheinautomat ist mit Graffiti bemalt. Foto: Martin Schutt/DPA
Ein Parkscheinautomat ist mit Graffiti bemalt.
Foto: Martin Schutt/DPA

In Tübingen kämpft Oberbürgermeister Boris Palmer gegen die Graffiti-Szene und stellt eine Belohnung von bis zu 5000 Euro für Erfolg versprechende Hinweise zur Verurteilung von Tätern in Aussicht. Laut einem Facebookpost von Palmer dürfte ein halbes Dutzend Sprayer in den nächsten Monaten vor Gericht landen. »Wir schaffen Abhilfe«, schreibt Palmer dazu. Machen Graffitis anderen Kommunen auch zu schaffen? 

In Ulm sind die Zahlen gestiegen. »Ganz allgemein ist die Tendenz steigend, ein «Ausreißer» nach oben ist dennoch das Jahr 2022, als die Zahl der Graffitis sprunghaft anstieg, 2023 aber wieder absank - um aber auf hohem Niveau zu bleiben«, sagte eine Stadtsprecherin.

Auch Pforzheim berichtet von einer Zunahme an Farbschmierereien in der Stadt. Meistens handle es sich um öffentliche Bauwerke und Gebäude sowie auch Inventar im öffentlichen Raum. »Wir haben eine Meldestelle für Graffitis, die sich um die Verunreinigung kümmert und entfernt. Die Kosten variieren je nach Aufwand und Hartnäckigkeit der Farbe.«, sagte ein Sprecher der Stadt. Die Stadt biete privaten Eigentümern die Möglichkeit an, bei der Entfernung zu unterstützen  - durch die Malerinnung oder durch die Stadt selbst.

© dpa-infocom, dpa:240331-99-518682/2