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Gericht urteilt über Prostituierte wegen Betrug

Er war in sie verliebt und dachte, sie erwidere seine Gefühle: Eine heute 31-Jährige soll einen Freier aus Heidelberg um rund 1,8 Millionen Euro gebracht haben.

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Eine Sexarbeiterin sitzt in einem Studio. Foto: Sebastian Gollnow/DPA
Eine Sexarbeiterin sitzt in einem Studio.
Foto: Sebastian Gollnow/DPA

Im Prozess gegen eine Prostituierte wegen millionenschweren Betrugs will das Landgericht Heidelberg am Mittwoch (9.00 Uhr) ein Urteil sprechen. Die 31-Jährige hatte beim Prozessauftakt die gegen sie erhobenen Vorwürfe gestanden. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte die Bulgarin den in sie verliebten Freier dazu gebracht, ihr rund 1,8 Millionen Euro zu überlassen.

Kennengelernt hatten die beiden sich im Jahr 2021 im Frankfurter Rotlichtmilieu, wie es beim Prozessauftakt hieß. Er verliebte sich in die Frau und nahm an, dass sie seine Gefühle erwiderte. Die Prostituierte behauptete, sie habe hohe Schulden in ihrer Heimat Bulgarien und müsse diese dringend zurückzahlen - sonst würden sie und ihre Familie Probleme bekommen. In fast 60 Fällen im Zeitraum von Dezember 2021 bis Mai 2023 habe das Opfer der Frau Beträge in bar gegeben oder überwiesen.

Hinter verschlossenen Türen hatten sich die Verfahrensbeteiligten geeinigt, dass das Strafmaß im Falle eines vollumfänglichen Geständnisses bei vier Jahren und ein paar Monaten liegen solle.

Pressemitteilungen Landgericht Heidelberg

© dpa-infocom, dpa:240319-99-394247/2