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GDL plant erneut Streik bei Bahnunternehmen SWEG

Der Tarifkonflikt zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Südwestdeutsches Landesverkehrs GmbH (SWEG) dauert an. Die GDL drohte am Freitag in Mannheim mit einem weiteren Streik. Dieser treffe Fahrgäste in einer Zeit, die eigentlich als friedliche Weihnachtszeit gelte - bedauerlicherweise nicht bei SWEG und SBS, so die Gewerkschaft. Eine unterschiedliche Behandlung von Eisenbahnern in ein und demselben Unternehmen, dessen Eigentümer die öffentliche Hand sei, dürfe und werde es nicht geben.

Lokführer
Ein Lokführer betritt im Hauptbahnhof einen Zug. Foto: Sebastian Gollnow
Ein Lokführer betritt im Hauptbahnhof einen Zug.
Foto: Sebastian Gollnow

Die GDL hatte die Beschäftigten der Südwestdeutschen Landesverkehrs GmbH (SWEG) und deren Tochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) zuletzt im November zu einem mehrtägigen Streik aufgerufen.

In dem Konflikt geht es darum, dass die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) künftig eigenen Angaben zufolge nicht nur für die SBS, sondern für den gesamten SWEG-Konzern einen Tarifvertrag für die mehr als 500 Eisenbahner aushandeln möchte. Insgesamt zählt der Konzern 1800 Beschäftigte. Die SWEG lehnt das ab und will die ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg - heute SBS - auch nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

GdL Bezirk-Südwest

© dpa-infocom, dpa:221202-99-756615/4