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Erstes Flugzeug mit Branding des VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart hat erstmals seit Vereinsgründung eine Maschine mit eigenem Branding. Künftig geht es mit einer Boeing 737 zu den Auswärtsspielen in der Europa League.

Mit dieser Boeing 737 fliegt der VfB Stuttgart künftig zu Auswärtsspielen in der Europa League
Mit dieser Boeing 737 fliegt der VfB Stuttgart künftig zu Auswärtsspielen in der Europa League Foto: Frank Schwaibold
Mit dieser Boeing 737 fliegt der VfB Stuttgart künftig zu Auswärtsspielen in der Europa League
Foto: Frank Schwaibold

STUTTGART. Eine Boeing 737-8 fliegt künftig mit dem VfB-Wappen und dem Stuttgarter Rössle am Heck über ganz Europa. Dazu haben die türkische Airline Sun-Express und der VfB Stuttgart eine Allianz geschmiedet. Anfang dieser Woche war für den in den Vereinsfarben rot und weiß gehaltenen VfB-Express der Jungfernflug von Stuttgart nach Izmir. Es war ein Linienflug. Denn normalerweise fliegt Sun-Express vom Stuttgarter Flughafen aus 16 Ziele in der Türkei an.

Gruppenbild mit VfB-Legenden: Flughafen-Chef Heppe, Cacau, Sun-Express-Manager Wölfel und Kownatzki, VfB-Boss Wehrle, Timo Hilde
Gruppenbild mit VfB-Legenden: Flughafen-Chef Heppe, Cacau, Sun-Express-Manager Wölfel und Kownatzki, VfB-Boss Wehrle, Timo Hildebrand, Maskottchen Fritzle und Maurizio Gaudino (v.li.) Foto: Frank Schwaibold
Gruppenbild mit VfB-Legenden: Flughafen-Chef Heppe, Cacau, Sun-Express-Manager Wölfel und Kownatzki, VfB-Boss Wehrle, Timo Hildebrand, Maskottchen Fritzle und Maurizio Gaudino (v.li.)
Foto: Frank Schwaibold

Doch wenn der VfB vom nächsten Jahr an in der Europa League auswärts antritt, dann sitzen an den Anreisetagen künftig exklusiv nur die VfB-Spieler samt Trainerstab und offizieller Delegation im Flieger mit dem VfB-Branding. »Das gab es seit unserem Gründungsjahr 1893 noch nie«, sagt VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle voller Stolz. Beim Auswärtsspiel in Rom wird es am 26. Januar 2026 erstmals so weit sein. Der VfB-Tross wird »in seinem Flugzeug« die Reise in die italienische Hauptstadt antreten.

Pilot Hasan Samed beim Jungfernflug nach Stuttgart im neuen VfB-Express-Flieger
Pilot Hasan Samed beim Jungfernflug nach Stuttgart im neuen VfB-Express-Flieger Foto: Frank Schwaibold
Pilot Hasan Samed beim Jungfernflug nach Stuttgart im neuen VfB-Express-Flieger
Foto: Frank Schwaibold

Die Sitzordnung ist klar: Vorne links sitzen wie immer Vorstandsboss Wehrle und Sportvorstand Fabian Wohlgemuth. Vorne rechts nehmen Trainer Sebastian Hoeneß und sein Trainerstab die ersten Plätze ein. Holger Boyne dagegen sitzt »lieber ganz hinten«. Der Kommunikationschef des VfB Stuttgart sagt: »Da habe ich meine Ruhe und sehe alle vor mir.«

Maurizio Gaudino wartet im Terminal auf die Ankunft der Boeing.
Maurizio Gaudino wartet im Terminal auf die Ankunft der Boeing. Foto: Frank Schwaibold
Maurizio Gaudino wartet im Terminal auf die Ankunft der Boeing.
Foto: Frank Schwaibold

Im Herbst hatten rund 100.000 VfB-Anhänger bei einem Online -Voting über zwei Gestaltungsvorschläge abgestimmt. Mit deutlichen 66,1 Prozent der Stimmen setzte sich das Design »Hommage an die Heimatstadt« gegen die Variante »Weiß und Rot« durch. Damals hatte Rouven Kasper, VfB-Vorstand für Marketing und Vertrieb, schon geschwärmt: »Diese besondere gemeinsame Aktion zahlt in hohem Maße auf die internationale Wahrnehmung des VfB ein.«

VfB-Botschafter Cacau darf im Cockpit schon mal Probe sitzen.
VfB-Botschafter Cacau darf im Cockpit schon mal Probe sitzen. Foto: Frank Schwaibold
VfB-Botschafter Cacau darf im Cockpit schon mal Probe sitzen.
Foto: Frank Schwaibold

Das Siegermotiv zeigt auf dem leuchtend roten Heck das springende Rössle, das Wappentier der Landeshauptstadt. Seit Jahrzehnten symbolisiert es für die VfB-Fans die tiefe Verwurzelung des Vereins in seiner Heimat und steht für Dynamik und Bewegung. Auf dem Rumpf der Boeing prangt neben dem Vereinswappen auch die Wortmarke des VfB. Der legendäre Schlachtruf der Fans »Stuttgart kommt« ist ebenfalls groß zu sehen.

Auch Maskottchen Fritzle freut sich über den VfB-Express.
Auch Maskottchen Fritzle freut sich über den VfB-Express. Foto: Frank Schwaibold
Auch Maskottchen Fritzle freut sich über den VfB-Express.
Foto: Frank Schwaibold

Der VfB-Botschafter Cacau ist begeistert. »Das ist ein historischer Moment«, sagt der ehemalige Stürmer und Nationalspieler. Er kann es kaum erwarten, »wenn ich auch mal mitfliegen darf«. Im Cockpit durfte er neben Pilot Hasan Samed am Montag zumindest schon mal Probe sitzen. Maurizio Gaudino ist noch aus einem weiteren Grund begeistert. Er organisiert Trainingslager für Zweit- und Drittliga-Vereine – aktuell die Winter-Trainingslager für Waldhof Mannheim, Rot-Weiß Essen und Alemannia Aachen, wo sein Sohn Gianluca spielt. Gaudinos Transport-Partner bei den Trainingslagern ist Sun-Express. Also ließ es sich auch der ehemalige Mittelfeld-Regisseur der Stuttgarter nicht nehmen, den ersten VfB-Express am Manfred-Rommel-Flughafen persönlich zu begrüßen.

Die Flughafen-Feuerwehr »tauft« den VfB-Express.
Die Flughafen-Feuerwehr »tauft« den VfB-Express. Foto: Frank Schwaibold
Die Flughafen-Feuerwehr »tauft« den VfB-Express.
Foto: Frank Schwaibold

Für Alexander Wehrle ist der Stuttgarter Airport schlicht und einfach »unsere Homebase«. Der Vorstandsboss: »Wir sind wahnsinnig gerne hier, denn seit zwei Jahren fliegen wir zu Europa-League- oder Champions-League-Spielen.« Der Fußball, so betont Wehrle, lebe »von der Verbindung zwischen Fans und Kulturen«. Der CEO von Sun-Express, Max Kownatzki, verweist auf eine Gemeinsamkeit: »Auch das Reisen bringt die Menschen zusammen«. Bereits seit Juli besteht die Partnerschaft zwischen dem VfB und der türkischen Airline. Kownatzki denkt dabei auch »an die große türkische Community in Stuttgart«. Der Landeszentrale für politische Bildung zufolge sind es mehr als 25.000 Menschen in der Landeshauptstadt, die einen türkischen Pass haben. In Baden-Württemberg leben demnach rund 360.000 Türken.

Auch die türkische Crew freut sich auf die Reisen mit dem VfB.
Auch die türkische Crew freut sich auf die Reisen mit dem VfB. Foto: Frank Schwaibold
Auch die türkische Crew freut sich auf die Reisen mit dem VfB.
Foto: Frank Schwaibold

Flughafenchef Ulrich Heppe betonte, dass Sun-Express eine wichtige Airline für Stuttgart sei. Pro Jahr befördere sie rund eine Million Menschen von Stuttgart in die Türkei und nach Ägypten. Sun-Express wurde 1989 als Joint Venture von Lufthansa und Turkish Airlines gegründet. Insgesamt fliegt die Airline auf 237 Strecken zu 92 Destinationen in 35 Ländern. Mit Hauptsitz in Antalya und Frankfurt sowie Basen in Izmir, Ankara und Dalaman beschäftigt Sun-Express mehr als 4.500 Mitarbeiter.