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Deutlich weniger Hantavirus-Fälle im Südwesten

Die Anzahl der Hantavirus-Infektionen hat 2018 in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr erheblich abgenommen.

Possierlicher Nager, vor dessen Ausscheidungen man sich in Acht nehmen sollte.  FOTO: DPA
Possierlicher Nager, vor dessen Ausscheidungen man sich in Acht nehmen sollte. FOTO: DPA
Possierlicher Nager, vor dessen Ausscheidungen man sich in Acht nehmen sollte. FOTO: DPA

STUTTGART. Seit Anfang des Jahres haben sich bis Ende August nach Angaben des Regierungspräsidiums 35 Menschen mit dem Virus infiziert. 2017 gab es im gleichen Zeitraum bereits 882 Fälle. Insgesamt waren im Südwesten im vergangen Jahr 935 Menschen von dem Virus betroffen.

Hantaviren werden durch den indirekten Kontakt mit Speichel, Urin oder Kot von infizierten Nagetieren auf den Menschen übertragen. In Deutschland sind vor allem Rötelmäuse und Brandmäuse Wirte für das Virus. Menschen können sich infizieren, wenn kontaminierter Staub aufgewirbelt wird und sie Erreger einatmen.

Ursache für die niedrige Zahl der Hantavirus-Fälle ist das zuletzt nur geringe Vorkommen von Bucheckern. Rötelmäuse ernähren sich hauptsächlich von den Früchten des Buchenbaumes. Da es 2017 zu einer sogenannten Fehlmast kam, gibt es derzeit deutlich weniger Rötelmäuse.

Bei Erkrankten treten grippeähnliche Symptome wie hohes Fieber, Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen auf. Im weiteren Verlauf kann das Virus auch zu Blutdruckabfall, Nierenfunktionsstörungen und Nierenversagen führen.

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