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Schlag gegen den Drogenhandel im Darknet: Rottenburger in Haft

Der Staatsanwaltschaft Tübingen und einer Rauschgiftermittlungsgruppe der Kriminalpolizei ist erneut ein Schlag gegen den Drogenhandel im Darknet gelungen.

Der Eigenanbau von Cannabis und seine Verwendung als Rauschgift bleibt verboten. Foto: Matt Masin
Der Eigenanbau von Cannabis und seine Verwendung als Rauschgift bleibt verboten. Foto: Matt Masin
Der Eigenanbau von Cannabis und seine Verwendung als Rauschgift bleibt verboten. Foto: Matt Masin

ROTTENBURG. Wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln sitzt seit Donnerstag ein 25-jähriger Deutscher in Untersuchungshaft. Dem Rottenburger wird zur Last gelegt, im Darknet größere Mengen Drogen zum Weiterverkauf erworben zu haben. Außerdem ermitteln die Beamten gegen einen weiteren, 28 Jahre alten Mann aus Rottenburg und dessen 26-jährige Ehefrau.

Zunächst war der 28-Jährige ins Visier der Ermittler geraten, da mehrere an ihn adressierte Postsendungen Drogen enthielten. Auf richterlichen Beschluss wurden daraufhin weitere Postsendungen beschlagnahmt. Insgesamt befanden sich darin etwa 27 Gramm Kokain, über ein Kilogramm Amphetamine und mehr als 100 Ecstasytabletten.

Rauschgiftspürhund schlägt an

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen wurde durch das Amtsgericht Tübingen ein Durchsuchungsbeschluss erlassen, woraufhin die Kriminalbeamten am Mittwoch die Wohnung des 28-Jährigen durchsuchten. Dabei fanden sie nochmals über 200 Ecstasytabletten, etwa neun Gramm Heroin sowie kleinere Mengen Marihuana und Kokain.

Der Mann wurde daraufhin vorläufig festgenommen. Im Zuge der Ermittlungen gelangten die Ermittler auch auf die Spur des 25-Jährigen, dessen Wohnung ebenfalls noch am selben Tag durchsucht wurde. Hierbei schlug der Rauschgiftspürhund »Hitchcock« auch vor einer Kellertür an. Dort lagerten, zum Teil bereits verkaufsfertig verpackt, über 30 Gramm Kokain, rund ein Kilogramm Amphetamine, 100 Gramm Marihuana sowie weitere Ecstasytabletten. Auch der 25-Jährige wurde daraufhin festgenommen.

Mutmaßlicher Komplizie wieder frei

Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte das Ehepaar die Postsendungen für den 25-Jährigen in dessen Auftrag entgegengenommen haben.

Der geständige 25-Jährige, der bereits einschlägig polizeibekannt ist, wurde am Donnerstag beim Amtsgericht Tübingen dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ den von der Staatsanwaltschaft Tübingen beantragten Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug, worauf der Mann in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde. Der 28-jährige, mutmaßliche Komplize befindet sich derzeit wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen dauern an. (pol)