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Aktuell Tötungsdelikt

Nach Mord in Rottenburg: Ermittlungen führen auch nach Tschechien

Der 43-jährige Tatverdachtige schweigt in der Untersuchungshaft. 17-köpfige Ermittlungsgruppe in Reutlingen arbeitet mit tschechischer Polizei zusammen.

Handschellen
Hände in Handschellen. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild
Hände in Handschellen. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

ROTTENBURG/REUTLINGEN. Nach dem mutmaßlichen Raubmord an einer 66-jährigen Rentnerin in Rottenburg führen offenbar auch Spuren nach Tschechien. Der 43-jährige Tatverdächtige, der am Wochenende festgenommen wurde und seither in Untersuchungshaft sitzt, schweigt zu der Tat. Polizeisprecherin Andrea Kopp hat dem GEA gesagt: »Der Mann macht weiterhin von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.« Die 17-köpfige Ermittlungsgruppe arbeite von Reutlingen aus mit den Behörden in Tschechien zusammen. Entsprechende Abkommen mit dem EU-Land würden das erleichtern. 

Zu den genauen Umständen der Tat macht die Polizei wegen der laufenden Ermittlungen und einem fehlenden Geständnis des Tatverdächtigen keine Angaben. »Das ist alles Täterwissen und gehört deshalb nicht an die Öffentlichkeit«, heißt es von der Polizei. Die Ermittlungen kämen voran und dienten dann der Staatsanwaltschaft, die später eine entsprechende Anklage vorbereiten dürfte.

Die 66-jährige Rentnerin war am Freitagmittag (8. Januar) tot in ihrer Wohnung im Rottenburger Wohngebiet Kreuzerfeld gefunden worden. Ihre Leiche war danach obduziert worden.

Bereits in der Nacht zum Samstag (9. Januar) hatte die Kriminalpolizei den 43-jährigen Mann festgenommen. Er war als Betreuer einer pflegebedürftigen Seniorin tätig, die im selben Mehrfamilienhaus wie das Opfer lebt. Diese Frau wird jetzt anderweitig betreut.

Aufgrund der Spurenlage geht die Polizei davon aus, dass die getötete 66-jährige Rentnerin auch beraubt wurde. Der Tatverdächtige kam vor einen Haftrichter, der Untersuchungshaft für ihn anordnete. (GEA)