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UN: Konvoi mit Medikamenten erreicht Klinik im Gazastreifen

Die UN nennen die medizinischen Bedingungen des Krankenhauses »katastrophal«. Eine weitere Lieferung mit Hilfsgütern hat die Klinik nun erreicht. Der enorme Bedarf sei aber lange noch nicht gedeckt.

Al-Shifa-Krankenhaus
Das Al-Shifa-Krankenhaus im Gazastreifen benötigt laut UN weitere lebensrettende Hilfsgüter. Foto: Mohammed Talatene/DPA
Das Al-Shifa-Krankenhaus im Gazastreifen benötigt laut UN weitere lebensrettende Hilfsgüter.
Foto: Mohammed Talatene/DPA

Ein Konvoi mit medizinischen Gütern hat nach Angaben der Vereinten Nationen das Al-Shifa-Krankenhaus im Gazastreifen erreicht. Dies sei erst die zweite Lieferung lebensrettender Hilfsgüter an das Krankenhaus seit Beginn des Gaza-Kriegs, teilten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Palästinenserhilfswerk (UNRWA) am Abend mit.

Die gelieferten Mengen seien zwar willkommen, reichten jedoch bei weitem nicht aus, um den enormen Bedarf im Gazastreifen zu decken. »Die medizinischen Bedingungen im Al-Shifa – dem größten Krankenhaus im Gazastreifen und einer der ältesten palästinensischen Gesundheitseinrichtungen – sind katastrophal«, hieß es in der Mitteilung.

Das Krankenhaus platze aus allen Nähten. Die Notaufnahme und die Stationen seien überfüllt. Die Zahl der Verletzten steige von Stunde zu Stunde, während die Patienten unnötige Schmerzen erlitten, da Medikamente und Anästhetika zur Neige gingen. Darüber hinaus hätten Zehntausende Vertriebene auf den Parkplätzen und Höfen des Krankenhauses Schutz gesucht.

Es fehlt an Treibstoff

Den medizinischen Einrichtungen gingen die Vorräte und der Treibstoff aus. UNRWA und WHO erneuerten ihren Aufruf zur Lieferung von Treibstoff an humanitäre Organisationen im Gazastreifen. Ohne Treibstoff könnten Krankenhäuser und andere Einrichtungen wie Entsalzungsanlagen und Bäckereien nicht funktionieren. Als Folge davon würden noch mehr Menschen sterben.

Für die Versorgung der notleidenden Zivilbevölkerung sind Im Gazastreifen 106 weitere Lastwagen eingetroffen, teilte der Palästinensische Rote Halbmond mit. Insgesamt seien seit Wiederöffnung des Grenzübergangs Rafah nach Ägypten am 21. Oktober damit 756 Lastwagen in dem Küstengebiet eingetroffen. Nach UN-Angaben sind täglich 100 Lastwagen-Ladungen notwendig, um die gut zwei Millionen Menschen im Gazastreifen mit dem Nötigsten zu versorgen.

© dpa-infocom, dpa:231108-99-876566/3