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UN: Hunderttausende auf der Flucht vor Kämpfen im Ostkongo

Der bewaffnete Konflikt zwischen Regierungstruppen und Milizen zwingt die Menschen zur Flucht. Fast eine halbe Million haben sich zuletzt auf den Weg gemacht. Humanitäre Hilfe kommt bei vielen nicht an.

Flüchtlinge
Flüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo sind auf dem Weg zu einem Auffanglager im Bezirk Bundibugyo im Westen Ugandas. Foto: Geoffrey Nyamwongera/DPA
Flüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo sind auf dem Weg zu einem Auffanglager im Bezirk Bundibugyo im Westen Ugandas.
Foto: Geoffrey Nyamwongera/DPA

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind nach UN-Angaben innerhalb der vergangenen sechs Wochen 450.000 Menschen vor Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Milizen geflohen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) sprach am Freitag von einer Verschärfung der seit Jahren andauernden Krise in der Provinz Nord-Kivu. In der rohstoffreichen Region kämpfen Regierungstruppen und Dutzende bewaffnete Gruppen um die Kontrolle des Gebiets.

Nach UN-Angaben sind mindestens 200.000 Binnenflüchtlinge derzeit von humanitärer Hilfe abgeschnitten. Seit Oktober sei auch ein Anstieg von Menschenrechtsverletzungen in der Region festgestellt worden, hieß es. Darunter seien zahlreiche Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen. Zehntausende Menschen haben den Angaben zufolge die Stadt Sake etwa 35 Kilometer von der Provinzhauptstadt Goma erreicht.

Die Demokratische Republik Kongo ist das zweitgrößte Land Afrikas. Am 20. Dezember finden dort Präsidentenwahlen statt. Menschenrechtsorganisationen warnten bereits in den vergangenen Monaten wiederholt, dass die Wahlen in den Konfliktregionen des Landes nur schwer oder kaum durchzuführen seien.

© dpa-infocom, dpa:231124-99-62476/2