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Papst bei Generalaudienz: »Mir geht es noch nicht gut«

Die Sorge um eine mögliche Lungenentzündung ist passé. Der Papst selbst spricht von einer Grippe. Eine gelante Reise aber musste Franziskus absagen.

Papst Franziskus
Papst Franziskus bei der wöchentlichen Generalaudienz. Foto: Gregorio Borgia/DPA
Papst Franziskus bei der wöchentlichen Generalaudienz.
Foto: Gregorio Borgia/DPA

Papst Franziskus hat trotz einer neuen Erkrankung am Mittwoch an der wöchentlichen Generalaudienz im Vatikan teilgenommen. Bei dem Empfang klagte der 86-Jährige: »Mir geht es noch nicht gut mit dieser Grippe.« Seine Stimme sei »nicht schön«.

Nach Angaben des Vatikans leidet das Oberhaupt der katholischen Kirche seit dem vergangenen Wochenende an einer Grippe. Eine geplante Reise zur Weltklimakonferenz, die am Donnerstag im arabischen Emirat Dubai beginnt, musste der Papst auf Anraten seiner Ärzte absagen. Franziskus feiert im nächsten Monat seinen 87. Geburtstag.

In der Audienz ließ der gebürtige Argentinier den Text, den er normalerweise selbst vorträgt, von einem anderen Geistlichen vorlesen. Währenddessen saß er daneben. Wegen seines Knieleidens benutzte er einen Gehstock.

Die Gesundheit macht Franziskus bereits seit einiger Zeit zunehmend zu schaffen. In diesem Jahr wurde er bereits zweimal in einer Klinik behandelt: zunächst wegen einer Lungenentzündung, dann wurde er unter Vollnarkose am offenen Bauch operiert. Nach Angaben des Vatikans handelt es sich bei der neuen Infektion aber nicht wieder um eine Lungenentzündung.

Eigentlich wollte der Papst am Freitag für drei Tage zum Weltklimagipfel nach Dubai fliegen, als erstes Oberhaupt der katholischen Kirche in der Geschichte der Klimakonferenzen. Möglicherweise wird Franziskus nun am Samstag per Video für eine Rede dazugeschaltet. Die genauen Planungen sind aber noch nicht bekannt.

© dpa-infocom, dpa:231129-99-116193/3