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Nur wenige haben Verständnis für Straßenblockaden

Immer wieder blockieren Klimaaktivisten Straßen in deutschen Städten. Das sorgt für Kontroverse. Einer Umfrage zufolge hält eine deutliche Mehrheit diese Protestform für »nicht gerechtfertigt«.

Letzte Generation
Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe Letzte Generation lenken mit Klebeaktionen immer wieder Aufmerksamkeit auf sich. Foto: Swen Pförtner/DPA
Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe Letzte Generation lenken mit Klebeaktionen immer wieder Aufmerksamkeit auf sich.
Foto: Swen Pförtner/DPA

Straßenblockaden von Klimaaktivisten stoßen einer Umfrage zufolge bei den meisten Menschen in Deutschland auf wenig Verständnis. Nur 13 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Proteste wie das zeitweise Blockieren von Straßen für gerechtfertigt halten, wie eine am Montag veröffentlichte repräsentative Umfrage im Auftrag des Südwestrundfunks (SWR) zeigt. Knapp die Hälfte der Befürworter gehörte demnach zur Grünen-Wählerschaft. Insgesamt fanden 85 Prozent der Befragten, seinen Standpunkt beim Klima- und Umweltschutz auf diese Weise klarzumachen, sei »nicht gerechtfertigt«. Im Dezember 2022 hatten 84 Prozent diese Meinung.

Aktivistinnen und Aktivisten der Klimaschutzgruppe Letzte Generation lenken mit Klebeaktionen an Kunstwerken und Verkehrsblockaden immer wieder Aufmerksamkeit auf sich. Im Mai waren Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft mit einer bundesweiten Razzia gegen Mitglieder der Gruppe vorgegangen. Der Tatvorwurf lautet auf Bildung beziehungsweise Unterstützung einer kriminellen Vereinigung. Die Aktivisten bestreiten, kriminell zu sein, obwohl mehrere Mitglieder der Gruppe wegen Straftaten verurteilt wurden.

Über die Hälfte der Befragten gab der Umfrage zufolge an, die verhängten Strafen gegen Klimaaktivisten seien »nicht hart genug«. Rund ein Viertel hielt sie für angemessen, 11 Prozent für »zu hart«.

Mitteilung

© dpa-infocom, dpa:230626-99-191634/2