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Milliarden-Entlastung für Kassenmitglieder beschlossen

Der erste große Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Spahn hat es in sich: Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen sollen ab nächstem Jahr spürbar weniger zahlen müssen. Insgesamt werden die Beitragszahler um rund acht Milliarden Euro im Jahr entlastet.

Jens Spahn
Gesundheitsminister Spahn sprach von einem »guten Tag für die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland«. Foto: Kay Nietfeld
Gesundheitsminister Spahn sprach von einem »guten Tag für die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland«. Foto: Kay Nietfeld

Berlin (dpa) - Die mehr als 56 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen sollen im kommenden Jahr von Beitragsentlastungen in Milliardenhöhe profitieren. Das sieht ein Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, den das Bundeskabinett beschlossen hat.

Ab 1. Januar 2019 sollen auch die derzeit allein von den Mitgliedern zu zahlenden Zusatzbeiträge zur Hälfte von den Arbeitgebern getragen werden. Arbeitnehmer und Rentner werden dadurch um 6,9 Milliarden Euro jährlich entlastet - im Gegenzug müssen Arbeitgeber und Rentenversicherung entsprechend mehr zahlen.

Spahn sprach von einem »guten Tag für die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland«. Insgesamt entlaste das Gesetz die Beitragszahler um rund acht Milliarden Euro im Jahr. Auch Selbstständige mit geringen Einnahmen würden entlastet.

Seit 2015 setzt sich der Gesamtbeitrag aus einem einheitlichen allgemeinen Satz und einem flexiblen Zusatzbeitrag zusammen. Der feste Satz liegt bei 14,6 Prozent und wird je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert. Zusatzbeiträge, die die Kassen für sich festlegen, zahlen die Mitglieder bisher alleine.

Informationen zum Zusatzbeitrag

Gesundheitsministeriumzu Versicherten-Entlastungsgesetz

Referentenentwurf

Bisherige Regelung zu Beitragszahlungen Arbeitnehmer-Arbeitgeber

Daten zu Kassenmitgliedern