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Bundesrat stimmt Rentenerhöhung zu

Ab Juli gibt es mehr Geld auf dem Konto der Rentnerinnen und Rentner in Deutschland. Der Rentenwert Ost wird an den Westen angeglichen.

Bundesrat
Abgeordnete der Länder während der Sitzung des Bundesrates in Berlin. Foto: Wolfgang Kumm
Abgeordnete der Länder während der Sitzung des Bundesrates in Berlin.
Foto: Wolfgang Kumm

Die geplante Rentenerhöhung zum 1. Juli kann kommen. Der Bundesrat stimmte der vom Kabinett bereits beschlossenen jährlichen Anpassung zu. Für die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner gibt es damit das zweite Jahr in Folge eine deutliche Erhöhung.

Im Westen steigen die Bezüge um 4,39 und im Osten um 5,86 Prozent. Die Zahlen sind seit März bekannt. Daneben kommt es fast 33 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung außerdem zur Angleichung des Rentenwerts in Ost und West, ein Jahr früher als geplant.

Durch die Erhöhung steigt eine monatliche Rente von 1000 Euro, die nur auf West-Beiträgen beruht, um rund 44, eine gleich hohe Rente mit Ost-Beiträgen um fast 60 Euro. Dass die Renten im Osten stärker steigen als im Westen, liegt an der sogenannten Angleichungstreppe: Bis 2024 sollte der Rentenwert Ost an den im Westen angepasst werden, das wird nun schon in diesem Jahr erreicht.

Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, sagte, durch die Rentensteigerung werde die hohe Preissteigerung für die 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner deutlich abgemildert. »Rückblickend hat es für die Rentnerinnen und Rentner seit 2010 ein deutliches Plus bei der Rente gegeben. Die Renten sind von 2010 bis 2022 im Westen um über 32 Prozent und im Osten um über 47 Prozent gestiegen. Der Anstieg lag damit deutlich über der Entwicklung der Inflation in diesem Zeitraum.«

© dpa-infocom, dpa:230616-99-78463/2