Logo
Aktuell Wirtschaft

Verpackungsmüll nimmt in der EU zu

Beim Verpackungsmüll liegt Deutschland über dem EU-Durchschnitt. Allerdings hat Deutschland beim Recycling die Nase vorn.

Abfälle
Karton, Papier und Kunststoff machen den größten Teil am Verpackungsabfall aus. Foto: Bernd Thissen/DPA
Karton, Papier und Kunststoff machen den größten Teil am Verpackungsabfall aus.
Foto: Bernd Thissen/DPA

Online-Einkäufe und Coffee-to-go: Im Jahr 2021 gab es in der Europäischen Union deutlich mehr Verpackungsmüll als in den Vorjahren. 188,7 Kilogramm Verpackungsmüll pro Einwohner fielen in dem Jahr an, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mitteilte. Das seien 10,8 Kilogramm mehr als im Vorjahr. Zudem sei es der stärkste Anstieg seit zehn Jahren und fast 32 Kilogramm mehr als 2011. In dem zweiten Corona-Jahr 2021 gab es in einigen Ländern zeitweise Lockdowns.

Die Zahlen gehen innerhalb der EU weit auseinander - während in Kroatien rund 74 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf zu verzeichnen waren, waren es in Irland rund 246 Kilogramm. In Deutschland waren es den Daten zufolge rund 237 Kilogramm.

Insgesamt 84 Millionen Tonnen Verpackungsabfall fielen demnach 2021 in der EU an. Der größte Teil (40 Prozent) waren den Angaben nach Karton und Papier, gefolgt von Kunststoff (19 Prozent), Glas (18,5 Prozent), Holz (17 Prozent) und Metall (5 Prozent).

Am meisten recycelt wurden die Verpackungsabfälle den Angaben zufolge in Deutschland - rund 161 Kilogramm pro Kopf. Die niedrigsten Mengen wurden in Kroatien mit rund 38 Kilogramm verzeichnet.

© dpa-infocom, dpa:231019-99-625804/3