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Stahlindustrie rechnet mit Produktionsrückgang um 4 Prozent

Mit 35,5 Millionen Tonnen werde 2023 eines der produktionsschwächsten Jahre werden, berichtete die Wirtschaftsvereinigung Stahl. Was sind die Gründe dafür?

Stahlindustrie
Ein Stahlarbeiter von Thyssenkrupp prüft den Roheisen am Hochofen. Foto: Rolf Vennenbernd/DPA
Ein Stahlarbeiter von Thyssenkrupp prüft den Roheisen am Hochofen.
Foto: Rolf Vennenbernd/DPA

Die Stahlindustrie in Deutschland rechnet für 2023 mit einem Rückgang der Rohstahlproduktion um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit 35,5 Millionen Tonnen werde 2023 eines der produktionsschwächsten Jahre werden, berichtete die Wirtschaftsvereinigung Stahl in Berlin. Nur im Finanzkrisenjahr 2009 sei noch weniger Rohstahl produziert worden.

Als Hauptgründe gab der Branchenverband hohe Strompreise und die schwache Konjunktur an. 2022 war bereits ein Rückgang von rund 8 Prozent gegenüber 2021 verzeichnet worden.

Besonders betroffen ist den Angaben zufolge die Stahlproduktion aus Schrott, bei der viel Strom benötigt wird. Die Produktionsmenge werde 2023 um 11 Prozent auf 10,1 Millionen Tonnen fallen. »Dieses niedrige Produktionsniveau wurde zuletzt vor dreißig Jahren unterschritten«, so der Verband.

Sorgen bereitet der Branche auch die Dauer der Rezession. Bereits seit März 2022 seien bis auf einen leichten Anstieg im September 2023 stetige Produktionsrückgänge zu verzeichnen. »In der zyklischen und volatilen Stahlkonjunktur ist ein derart lang gezogener Negativzyklus bislang in Deutschland noch nicht beobachtet worden«, hieß es.

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© dpa-infocom, dpa:231219-99-350008/2