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Samsung erwartet erneut deutlichen Gewinnsprung

Der Marktführer bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern erwartet einen Anstieg des operativen Gewinns um 53 Prozent im Jahresvergleich.

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Der Gewinn aus Samsungs Kerngeschäften wird sich voraussichtlich auf etwa 10,6 Milliarden Euro. belaufen. Foto: Lee Jin-Man
Der Gewinn aus Samsungs Kerngeschäften wird sich voraussichtlich auf etwa 10,6 Milliarden Euro. belaufen.
Foto: Lee Jin-Man

Die starke Nachfrage nach Chips für Rechenzentren treibt den Gewinn des Elektronik-Riesen Samsung weiter nach oben.

In seinem Ergebnisausblick für das erste Quartal 2022 erwartet der Marktführer bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern einen Anstieg des operativen Gewinns um 53 Prozent im Jahresvergleich. Der Gewinn aus den Kerngeschäften werde sich voraussichtlich auf 14,1 Billionen Won (etwa 10,6 Milliarden Euro) belaufen, teilte das südkoreanische Unternehmen mit.

Der Umsatz dürfte den Angaben zufolge um 17,7 Prozent auf 77 Billionen Won (58 Milliarden Euro) gestiegen sein. Damit würde Samsung Electronics einen Quartalsrekord verzeichnen. Auch übertrafen die Zahlen die Markterwartungen. Wie üblich legt das Unternehmen genaue Geschäftszahlen erst zu einem späteren Zeitpunkt vor.

Vom großen Bedarf an Datenzentren profitierte trotz der Probleme in den Lieferketten vor allem das Halbleitergeschäft von Samsung. Marktbeobachter gehen davon aus, dass zudem die Preise für Chips in diesem Jahr noch ansteigen werden.

Auch das Geschäft mit Smartphones und hochwertigen Haushaltsgeräten entwickelte sich demnach in den Monaten Januar bis März robust. Samsung hatte sein neues Smartphone-Spitzenmodell Galaxy S22 allerdings erst Ende Februar auf den Markt gebracht.

Im vergangenen Jahr blieb der südkoreanische Konzern bei Smartphones laut Angaben der Analysefirma IDC zwar die Nummer eins mit 272 Millionen Geräten und 20 Prozent des Marktes. Doch kam der amerikanische Rivale Apple auf knapp 235,7 Millionen verkaufte iPhones, woduch sich sein Marktanteil von 15,9 auf 17,4 Prozent erhöhte. Auf Platz drei sah IDC den chinesischen Anbieter Xiaomi.

© dpa-infocom, dpa:220407-99-827463/2