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Katar wird größter Aktionär von RWE

RWE übernimmt die amerikanische Solarfirma Con Edison Clean Energy Businesses - so weit, so gut. Über eine komplizierte Finanzierung wird Katar der größte Aktionär des Essener Energieunternehmens.

RWE-Zentrale
Die RWE-Zentrale an der Huyssenallee in Essen. Foto: Fabian Strauch
Die RWE-Zentrale an der Huyssenallee in Essen.
Foto: Fabian Strauch

Die Übernahme eines US-Solar-Spezialisten durch RWE macht den Staatsfonds des Emirats Katar zum mit Abstand größten Aktionär des Essener Energieriesen. RWE teilt am Wochenende die Übernahme von Con Edison Clean Energy Businesses mit, einem »im US-Markt führenden Betreiber und Entwickler von Solaranlagen und Speichern«. Bewertet wird der Konzern bei der Transaktion mit 6,8 Milliarden US-Dollar (rund 6,9 Mrd Euro).

Für die Übernahme will RWE zunächst einen Brückenkredit verwenden. Dieser soll zum Teil durch die Emission einer Pflichtwandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennbetrag von knapp 2,5 Milliarden Euro und einer Laufzeit von bis zu einem Jahr refinanziert werden. Zeichner des Papiers wird Qatar Holding sein, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Qatar Investment Authority, dem Staatfonds des arabischen Emirats Katar. Die Schuldverschreibung wird in neue Inhaberstückaktien der RWE Aktiengesellschaft gewandelt, die voraussichtlich knapp zehn Prozent des aktuellen Grundkapitals entsprechen.

© dpa-infocom, dpa:221002-99-980054/3