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Hertz legt Rückwärtsgang bei Elektroauto-Flotte ein

Strategiewechsel beim US-Autovermieter Hertz. Der Sixt-Rivale kündigte an, ein Drittel seiner Elektroautos zu verkaufen und den Erlös in den Kauf von Verbrennern zu stecken.

Elektromobilität
Der US-Autovermieter Hertz will ein Drittel seiner Elektroautos verkaufen.(Symboldbild) Foto: Marijan Murat/DPA
Der US-Autovermieter Hertz will ein Drittel seiner Elektroautos verkaufen.(Symboldbild)
Foto: Marijan Murat/DPA

Der Autovermieter Hertz will ein Drittel seiner weltweiten Elektroauto-Flotte verkaufen - und den Erlös zum Teil in den Kauf von Verbrennern stecken. Man wolle damit das Angebot an die Nachfrage anpassen, teilte Hertz mit. Verkauft werden im Laufe des Jahres 20.000 Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller in den USA. Hertz nimmt dafür eine zusätzliche Abschreibung von 245 Millionen Dollar in Kauf, verweist aber darauf, dass der operative Gewinn durch den Umstieg steigen werde.

Hertz hatte im Herbst 2021 angekündigt, 100.000 Teslas zu kaufen. Danach wurde mitgeteilt, dass 175.000 Elektroautos bei General Motors und 65.000 bei Polestar bestellt werden sollen. Doch im vergangenen Jahr zeigte sich der Autovermieter dann ernüchtert und wollte den Anteil von Elektroautos langsamer ausbauen. Hertz verwies unter anderem darauf, dass wiederholte Preissenkungen von Tesla auch den Wiederverkaufswert von Flotten-Fahrzeugen gesenkt hätten. Zum anderen seien Schadensreparaturen bei Elektroautos in etwa doppelt so teuer wie bei Verbrennern, hieß es damals.

Hertz-Chef Stephen Scherr sagte nun dem Finanzdienst Bloomberg, es haben sich als schwieriger als erwartet herausgestellt, die höheren Kosten rund um den Betrieb von Elektroautos zu drücken. In Zukunft werde Hertz aufmerksam die Nachfrage beobachten, bevor man entscheide, mehr Elektrofahrzeuge zu kaufen.

© dpa-infocom, dpa:240111-99-574368/3