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Unicef: Kindersterblichkeit weltweit deutlich zurückgegangen

Trotz aller Fortschritte bei der medizinischen Versorgung sterben immer noch weltweit Millionen von Kindern vor ihrem fünften Geburtstag. Viele Leben hätten laut Unicef gerettet werden können.

New York
Eine von UNICEF organisierte Installation in New York veranschaulichte das Ausmaß von Kindersterblichkeit in Konfliktgebieten im Jahr 2018. Foto: Craig Ruttle/DPA
Eine von UNICEF organisierte Installation in New York veranschaulichte das Ausmaß von Kindersterblichkeit in Konfliktgebieten im Jahr 2018.
Foto: Craig Ruttle/DPA

Weltweit überleben nach Einschätzung des UN-Kinderhilfswerks Unicef mehr Kinder als je zuvor. Seit dem Jahr 2000 sei die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren um 51 Prozent gesunken, teilte die Organisation in Köln und New York mit. So habe 2022 die Zahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag an vermeidbaren Ursachen gestorben seien, mit schätzungsweise 4,9 Millionen Kindern einen historischen Tiefstand erreicht. 1990 seien es noch 12,5 Millionen Kinder gewesen.

Den Angaben zufolge ereigneten sich 2022 die meisten dieser Todesfälle in Afrika südlich der Sahara und in Südasien. Sie seien in erster Linie auf vermeidbare Ursachen oder behandelbare Krankheiten zurückzuführen wie Frühgeburten, Komplikationen während der Geburt, Lungenentzündungen, Durchfallerkrankungen und Malaria.

»Viele Leben hätten gerettet werden können, wenn die Kinder besseren Zugang zur medizinischen Grundversorgung gehabt hätten«, teilte Unicef in einer Mitteilung weiter mit. Dazu gehörten Maßnahmen wie Impfungen, qualifiziertes Gesundheitspersonal sowie die Diagnose und Behandlung von Kinderkrankheiten.

»Es ist von entscheidender Bedeutung, den Zugang zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung für jede Frau und jedes Kind zu verbessern, auch in Krisensituationen und in abgelegenen Gebieten«, wird der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, in der Mitteilung zitiert. »Wo ein Kind geboren wird, sollte nicht darüber entscheiden, ob es leben oder sterben wird.«

© dpa-infocom, dpa:240313-99-320180/3