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Sorge um britischen König: Charles hat Krebs

Vor nur einer Woche wurde König Charles aus der Klinik entlassen. Nun wird bekannt, dass bei ihm Krebs diagnostiziert wurde. Der 75-Jährige wird vorerst aussetzen - auch sein Sohn Harry soll anreisen.

König Charles III.
König Charles III. leidet an Krebs. Foto: Yoan Valat/DPA
König Charles III. leidet an Krebs.
Foto: Yoan Valat/DPA

Das Vereinigte Königreich ist in Sorge um seinen Monarchen. Bei König Charles III. ist Krebs diagnostiziert worden. Seine Majestät habe regelmäßige Behandlungen begonnen, teilte der Buckingham-Palast mit. Ärzte haben Charles (75) demnach geraten, währenddessen keine öffentlichen Termine wahrzunehmen. Die Staatsgeschäfte aber soll er fortführen. Nach dpa-Informationen will nun auch sein jüngster Sohn Prinz Harry anreisen.

Besuch von Prinz Harry geplant

Harry (39) hatte sich von seinen royalen Pflichten zurückgezogen und lebt mit seiner Frau Herzogin Meghan (42) sowie den gemeinsamen Kindern in den USA. Das Verhältnis zwischen ihm und seiner Familie gilt als zerrüttet. Trotzdem soll er in den kommenden Tagen nach Großbritannien kommen und seinen Vater treffen.

König Charles ist seit mehr als einem Jahr britischer Monarch, nachdem seine Mutter Königin Elizabeth II. im September 2022 gestorben war. Erst vor Kurzem war er wegen einer Prostatavergrößerung im Krankenhaus behandelt worden - dabei sei ein weiteres Problem aufgefallen, teilte der Palast mit. Anschließende Tests hätten eine Form von Krebs ergeben.

Transparente Kommunikation des Palasts

Der Palast geht mit der Erkrankung erneut ungewöhnlich offen um. Zwar ist nicht bekannt, welche Form von Krebs Charles genau hat und wie fortgeschritten die Erkrankung ist. Es soll kein Prostatakrebs sein. Eigentlich gelten medizinische Informationen aber grundsätzlich als privat. Als Charles' Schwiegertochter Prinzessin Kate (42) kürzlich im Bauchraum operiert wurde, blieb die Diagnose geheim.

Der König habe sich entschieden, über seine Diagnose zu informieren, um Spekulationen zu vermeiden, teilte der Palast mit. Zudem, so heißt es in der Mitteilung, hofft Charles, damit auch mehr Verständnis für all diejenigen zu wecken, die weltweit selbst an Krebs erkrankt sind. Charles soll seine beiden Söhne Thronfolger Prinz William (41) und Harry sowie seine Geschwister selbst über die Diagnose informiert haben.

Ambulante Behandlung geplant

Noch am Wochenende hatte sich Charles nach seinem Klinikaufenthalt gezeigt - gemeinsam mit Frau Königin Camilla (76) besuchte er am Sonntag einen Gottesdienst auf dem Anwesen Sandringham in Ostengland. Charles winkte den Fotografen zu und lächelte. Er hatte sich am 26. Januar in der privaten London Clinic einem Eingriff wegen einer gutartigen Prostatavergrößerung unterzogen. Wenige Tage später wurde er entlassen. Charles soll nun ambulant behandelt werden.

Der König sei seinem medizinischen Team für das rasche Eingreifen dankbar, teilte der Palast mit. In London war es schon dunkel, als die Nachricht des Palasts verschickt wurde. Eine Seite, mit einem roten Emblem des Palasts zu Beginn.

Viele Genesungswünsche

»Ich wünsche seiner Majestät eine vollständige und schnelle Genesung«, teilte Premierminister Rishi Sunak mit. »Ich habe keinen Zweifel, dass er schnell wieder zu voller Stärke zurückfinden wird, und ich weiß, dass das ganze Land ihm alles Gute wünschen wird.«

Irlands Präsident Michael D. Higgins hat König Charles ebenfalls Genesungswünsche gesendet. Es tue ihm sehr leid und er sei besorgt, von der medizinischen Diagnose des britischen Monarchen zu hören, hieß es in einer Mitteilung des irischen Präsidialamts. »Der Präsident hat seine besten Wünsche im Namen des irischen Volks an König Charles für dessen medizinische Behandlung und vollständige Genesung gesandt«, hieß es darin weiter. Die guten Wünsche seien auch an Königin Camilla (76) und die Familie gerichtet.

Auch aus den USA kamen gute Wünsche. »Unsere Gedanken sind natürlich in erster Linie beim König, mit dem König und seiner Familie«, sagte Vedant Patel, der stellvertretende Sprecher des US-Außenministeriums. »Das sind unglaublich traurige Neuigkeiten.«

US-Präsident Joe Biden hat sich über die Krebsdiagnose des britischen Königs Charles III. besorgt geäußert. »Ich mache mir Sorgen um ihn«, sagte Biden am Rande eines Termins in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada nach Angaben von mitreisenden Reportern auf Nachfrage. Er habe erst kurz zuvor von der Diagnose erfahren und hoffe, bald mit Charles sprechen zu können - »so Gott will«.

Wenig später schrieb Biden auf X, vormals Twitter: Der Umgang mit einer Krebsdiagnose, mit der Behandlung und der Zeit danach erfordere Hoffnung und absoluten Mut. Er und seine Ehefrau Jill beteten für eine rasche und vollständige Genesung des Königs.

© dpa-infocom, dpa:240205-99-881530/9