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Sommer hat begonnen und bringt Wärme und Waldbrände

Dienstag war Sommersonnenwende: Auch aus astronomischer Sicht ist jetzt die Jahreszeit Sommer. Und die spult ihr ganzes Programm ab mit Wärme, Trockenheit, Bränden, aber auch Unwettern.

Sommer - Rose
Regentropfen auf den Blütenblättern einer Rose in Brandenburg. Foto: Patrick Pleul
Regentropfen auf den Blütenblättern einer Rose in Brandenburg.
Foto: Patrick Pleul

Seit Dienstagvormittag ist nun auch astronomisch Sommer - und das Wetter macht der kalendarischen Jahreszeit mit Wärme und Gewittern alle Ehre. Sommergewitter können in den nächsten Tagen immer wieder das ansonsten freundliche Wetter mit Temperaturen zwischen 25 und 30 oder auch 32 Grad stören.

An der allgemeinen Waldbrandgefahr ändert das jedoch nichts. Denn nur an einigen Orten prasselt der Regen, überwiegend bleibt es jedoch trocken. »Die Gefährdung ist flächendeckend hoch, es ist noch ganz gefährlich«, sagte eine Meteorologin vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Waldbrände

Die Gefahr von Bränden ist nicht gebannt, weshalb etwa in Brandenburg nach wie vor Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz sind. In Treuenbrietzen und in Beelitz kämpften sie - unterstützt von der Bundeswehr - weiterhin gegen Glutnester. In Beelitz seien auch Räumpanzer im Einsatz, um Schneisen zu schlagen. »Die Mischung aus Temperatur und auffrischendem Wind, der die Feuchtigkeit wieder aus dem Gebiet zieht, birgt natürlich ein Risiko«, sagte Landrat Marko Köhler am Dienstag im rbb24-Inforadio mit Blick auf die kommenden Tage. Von daher werde man die Flächen, auch aus der Luft, mit Wasser versehen. Am Wochenende hatten im Landkreis Potsdam-Mittelmark zwei große Waldflächen gebrannt, nur rund 20 Kilometer voneinander entfernt. Mehrere Hundert Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Nach teils starkem Regen am Montag hatte sich die Lage beruhigt.

Unwetter

Am Montag wüteten regional Gewitter. Im Norden von Oberbayern liefen auch am Dienstag noch die Aufräumarbeiten. Besonders betroffen war die Stadt Moosburg an der Isar und ihre Umgebung, wo es am Montag zu einem stundenlangen Stromausfall kam. Auch der Zugverkehr war am Dienstag noch beeinträchtigt. Bei dem Unwetter erschlug am Montag ein umstürzender Baum im Landkreis Freising einen 53 Jahre alten Radfahrer aus Baden-Württemberg. Ein 15 Jahre alter Fußgänger und ein Autofahrer wurden schwer verletzt.

Ausland

In Frankreich richteten Unwetter mit Hagel und Sturm im Südwesten in der Nacht zum Dienstag erhebliche Schäden an. Tausende waren ohne Strom, Dächer wurden beschädigt und Gebäude unter Wasser gesetzt, teilte die Präfektur in Bordeaux mit. In einer Ortschaft der Region wurde ein Ferienlager mit 126 Schülern und 28 Lehrern evakuiert, zwei Kinder wurden verletzt. Erhebliche Schäden werden auch im Weinbau sowie der Landwirtschaft befürchtet. In Griechenland wurde die erste große Hitzewelle des Sommers angekündigt, bei der es bis zu zehn Tage lang vielerorts 40 Grad heiß werden könnte. Ab Mittwoch soll es losgehen. In Spanien ebbt derweil die Hitzewelle der vergangenen Tage mit Temperaturen bis zu 40 Grad ab. Im Kampf gegen mehrere Waldbrände im Norden Spaniens erzielten die Feuerwehren und freiwillige Helfer Erfolge, in dem sie ein Feuer beim Ort Gallipienzo nahe Pamplona unter Kontrolle brachten. Seit Freitag seien in der Region etwa 33 Quadratkilometer Wald verbrannt, hieß es. Das ist eine Fläche größer als die Nordseeinsel Borkum.

Ausblick Deutschland

Am Mittwoch herrscht bei Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad verbreitet Sonnenschein in Deutschland, nur im Süden ist es stark bewölkt. Immer wieder gibt es dort Schauer, es kann teils kräftig gewittern. Am Donnerstag wird es mit 27 bis 32 Grad noch wärmer, häufig zeigt sich die Sonne. In der Südwesthälfte sind jedoch Gewitter mit Starkregen, lokal auch Unwetter möglich. Freitag soll es dann schwülwarm werden, die Temperaturen klettern bis auf 34 Grad. Parallel dazu steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit fast in ganz Deutschland, vor allem im Westen.

© dpa-infocom, dpa:220621-99-740635/4