Logo
Aktuell Panorama

Riss in Wasserbecken - Verletzte bei Unfall in Europa-Park

Gerade in den Sommerferien ist der Europa-Park ein beliebtes Ausflugsziel. Menschen fahren Achterbahnen und schauen sich Akrobatik-Shows an. Eine davon ist nun gänzlich anders verlaufen als geplant.

Verletzte bei Unfall in Europa-Park
Ein Blick auf das Areal der »High-Diving-Show «Retorno dos Piratas»« und das Becken der Attraktion »Atlantica SuperSplash« nach dem Unfall. Foto: Pascal Czech/DPA
Ein Blick auf das Areal der »High-Diving-Show «Retorno dos Piratas»« und das Becken der Attraktion »Atlantica SuperSplash« nach dem Unfall.
Foto: Pascal Czech/DPA

Bei einem Unfall im größten Freizeitpark in Deutschland, dem Europa-Park in Rust bei Freiburg, sind laut Polizei sieben Menschen verletzt worden - fünf Artisten sowie zwei Besucher. Drei davon seien ins Krankenhaus gekommen, teilte eine Sprecherin mit. Zunächst war von vier Betroffenen die Rede. Den Angaben des Park-Sprechers zufolge waren ein Wasserbecken gerissen und daran befestigte Sprungtürme eingestürzt. Zuvor hatten mehrere Medien über das Geschehen berichtet.

Dem Sprecher zufolge hatte sich ein mobiles Schwimmbecken der »High-Diving-Show «Retorno dos Piratas»« während einer Aufführung durch einen Riss geöffnet. Das Wasser sei in den See der Wasserbahn-Attraktion »Atlantica SuperSplash« geflossen. An dem Wasserbecken seien bis zu 25 Meter hohe Podeste montiert, von denen aus Akrobaten springen. Weil nach Austritt des Wassers die Stabilität fehlte, seien die Gerüste zusammengebrochen. Verschiedene Kulissenteile trieben anschließend im Bassin der Wasserbahn.

Bis zu 25 Meter hohe Podeste eingestürzt

Wo genau sich die Verletzten zum Zeitpunkt des Unfalls aufgehalten hatten, war zunächst unklar. Der Parksprecher hatte anfangs nur von einem verletzten Besucher berichtet, der eine leichte Schürfwunde erlitten habe. Später war auch von zwei verletzten Artisten die Rede.

Bei »Retorno dos Piratas« geht es um Turmspring-Akrobaten, die sich aus schwindelerregenden Höhen in die Tiefe stürzen. Zehn internationale Athleten sollen bis zum 3. September außergewöhnliche Stunts - unter anderem mit Feuer - zeigen. »Die Extremsportler treten mehrmals täglich auf und präsentieren klassische Kopfsprünge, Synchronsprünge sowie komödiantische Einlagen«, hatte der Park im Mai mitgeteilt. Das Wasserbecken sei nur 3,20 Meter tief.

»Aus dem Ozean ragt eine unwegsame Insel mit gewaltigen Klippen«, berichtet der Park auf seiner Internetseite über die rund 20-minütige Schau im Themenbereich Portugal. »Dort eifern raubeinige Piraten um einen geheimnisvollen verborgenen Schatz, der in der Tiefe auf dem Meeresgrund ruht.«

Deutschlands größter Freizeitpark

Die Wasserbahn »Atlantica SuperSplash« sollte in Kürze wieder in Betrieb gehen, erklärte der Sprecher. Der Europa-Park ist in der Sommersaison täglich von 9.00 Uhr bis mindestens 18.00 Uhr geöffnet. Er ist Deutschlands größter Freizeitpark. Im vergangenen Jahr waren mehr als sechs Millionen Menschen in die Anlage mit Achterbahnen und anderen Attraktionen im Ortenaukreis nahe der deutsch-französischen Grenze gekommen - das war ein Rekord.

Vor knapp zwei Monaten hatte es in der »Yomi-Zauberwelt der Diamanten« gebrannt. Nach damaligen Erkenntnissen dürfte ein technischer Defekt das Feuer ausgelöst haben. Ein Gutachten zur Brandursache wurde in Auftrag gegeben. Bei einem Großeinsatz mit Hunderten Rettungskräften wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt. Durch das beschädigte Gebäude fuhren zwei Familien-Attraktionen: der »Alpenexpress «Enzian»« sowie die »Tiroler Wildwasserbahn«.

© dpa-infocom, dpa:230814-99-836036/8