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Priester in Spanien wegen Handels mit Viagra festgenommen

Das kam überraschend für die Menschen in der spanischen Kleinstadt Don Benito: Große Mengen Viagra und andere Potenzmittel wurden bei dem Geistlichen beschlagnahmt. Groß soll auch sein Kundenstamm gewesen sein.

Viagra
Ein spanischer Priester soll illegal Viagra vertrieben haben. Foto: Christophe Gateau/DPA
Ein spanischer Priester soll illegal Viagra vertrieben haben.
Foto: Christophe Gateau/DPA

Ein Priester ist in Spanien wegen illegalen Handels mit Viagra festgenommen worden. Zusammen mit dem Geistlichen sei in Don Benito in der Provinz Badajoz im Westen des Landes ein weiterer Mann in Polizeigewahrsam genommen worden, teilten die Behörden mit. Beim zweiten Mann handele es sich um den mutmaßlichen Lebens- und »Geschäftspartner« des Priesters, hieß es. Viagra und andere Potenzmittel sind in Spanien, ebenso wie in Deutschland, verschreibungspflichtig und nur mit Rezept legal erhältlich.

Bei Durchsuchungen der Pfarrei und der Wohnung der beiden Männer seien große Mengen des verschreibungspflichtigen Medikaments sowie andere starke Potenzmittel sichergestellt worden. Bei der Polizei-Operation seien am Montag auch andere Lokalitäten in Don Benito und in der näheren Umgebung der Gemeinde durchsucht worden. Die Ermittlungen seien noch im Gange, weitere Festnahmen würden nicht ausgeschlossen, hieß es.

Der festgenommene Geistliche, einer von insgesamt sechs Priestern in Don Benito, habe den Erkenntnissen zufolge einen großen und stetig wachsenden Kundenstamm gehabt, berichteten die Zeitungen »El Mundo« und andere spanische Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise. Es gebe Kunden, die bereits eingeräumt hätten, bei den beiden Männern Viagra und andere Potenzmittel gekauft zu haben.

Die Festnahme des katholischen Geistlichen habe in der knapp 38.000 Einwohner zählenden Gemeinde Aufsehen ausgelöst, denn Priester Alfonso sei unter den Gemeindemitgliedern sehr beliebt und geachtet gewesen. Die Diözese von Plasencia, zu der Don Benito gehört, bedauerte in einer Mitteilung den »Skandal«, der »Schmerz und Leid« verursache. Man wolle mit den Behörden bei der Aufklärung des Falles zusammenarbeiten, hieß es.

© dpa-infocom, dpa:240220-99-60482/2