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Neue Maßnahmen gegen illegale Streams bei Live-Events

Die Online-Piraterie schadet der Kreativ- und Sportindustrie. Darum hat die EU-Kommission einige Forderungen aufgestellt, wie Sender und Länder dagegen vorgehen sollen.

Margrethe Vestager
EU-Kommissionsvize Margrethe Vestager möchte gegen illegale Streams vorgehen. Foto: Lukasz Kobus
EU-Kommissionsvize Margrethe Vestager möchte gegen illegale Streams vorgehen.
Foto: Lukasz Kobus

Illegale Streams von Sportveranstaltungen oder Konzerten sollen nach dem Willen der EU-Kommission stärker unterbunden werden. »Das Internet ermöglicht es den europäischen Bürgern bereits, eine Vielzahl von Live-Veranstaltungen zu genießen, von Sportveranstaltungen bis hin zu Live-Konzerten«, teilte EU-Kommissionsvize Margrethe Vestager heute in Brüssel mit. Die Online-Piraterie gefährde jedoch die Lebensfähigkeit der Kreativ- und Sportindustrie.

In ihren Empfehlungen an die 27 EU-Länder regte die EU-Kommission nun an, dass Plattformen unverzüglich handeln sollen, sobald ihnen ein illegaler Stream auffällt. Veranstalter oder TV-Sender sollen dafür sorgen, dass ihre Angebote für die breite Masse bezahlbar und attraktiv bleiben.

Die EU-Länder werden aufgefordert, spezielle Unterlassungsklagen für illegale Streams zuzulassen. Sie sollen außerdem besser über Online-Piraterie aufklären und grenzüberschreitend zusammenarbeiten.

Mit dem Vorstoß reagiert die EU-Kommission auf eine entsprechende Forderung des Europaparlaments aus dem vergangenen Jahr, wonach illegale Streams innerhalb von 30 Minuten gesperrt werden sollten.

© dpa-infocom, dpa:230504-99-556006/2