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Mildes Wetter führt zu Riss in steiler Skipiste

Wegen eines Risses ist eine der steilsten Skipisten der Schweiz geschlossen. Es soll an den milden Temperaturen liegen. Selbst der Spurenchef hat so etwas noch nie gesehen.

Riss in Skipiste
Ein Riss in einer Skipiste im Glacier-3000-Skigebiet in der Schweiz. Foto: Glacier 3000/DPA
Ein Riss in einer Skipiste im Glacier-3000-Skigebiet in der Schweiz.
Foto: Glacier 3000/DPA

Eine der steilsten Skipisten der Schweiz ist wegen eines plötzlichen Risses geschlossen worden. Ursache seien die milden Temperaturen, bestätigte der Chef des Skigebiets Glacier 3000 im Kanton Waadt, Bernhard Tschannen. Er habe in 30 Jahren Berufserfahrung noch nie so etwas gesehen, zitierte das Skigebiet auf seiner Webseite den Spurenchef.

Die Piste ist seit Dienstag geschlossen. Man freue sich auf die Rückkehr des Winters und den weiteren Schneefall, damit wieder geöffnet werden könne, hieß es dort.

Der Riss sieht aus wie eine Gletscherspalte. Tatsächlich ist aber nur die Schneeschicht auf dem warmen und glatten Boden instabil geworden. Das sei auf den jüngsten Temperaturanstieg und Regenfälle zurückzuführen. Vermutlich kühlte der Boden vor dem Schneefall im November nicht genügend aus, wie Experten meinten. Deshalb gerieten feuchte Schneeschichten leicht ins Rutschen.

Die Piste Black Wall liegt im Skigebiet Les Diablerets östlich des Genfersees. Sie hat teils ein Gefälle von 46 Grad. Die Abfahrt ist drei Kilometer lang und verbindet mit einem 265 Meter langen Tunnel den höchsten Punkt des Skigebiets auf 3000 Metern mit dem Gipfel Col du Pillon auf 1546 Metern.

© dpa-infocom, dpa:240201-99-835949/4