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Boris Johnson: ESC sollte in der Ukraine stattfinden

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hatte am Freitag verkündet, den Eurovision Songcontest im kommenden Jahr nicht in der Ukraine austragen zu wollen. Der britische Premier hält dagegen.

ESC 2023
Halten die Fahne hoch: Die Gruppe Kalush Orchestra aus der Ukraine jubelt im Mai über den Sieg des Eurovision Song Contest (ESC). Foto: Luca Bruno
Halten die Fahne hoch: Die Gruppe Kalush Orchestra aus der Ukraine jubelt im Mai über den Sieg des Eurovision Song Contest (ESC).
Foto: Luca Bruno

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich für eine Austragung des nächsten Eurovision Song Contest (ESC) in der Ukraine ausgesprochen. »Tatsache ist, dass sie ihn gewonnen haben, und sie verdienen es, ihn zu haben«, sagte Johnson in einem Interview am Samstag.

Er selbst habe sich bei einem kurzfristigen Besuch am Freitag in Kiew davon überzeugt, dass die Stadt schon sehr viel belebter sei als noch vor einigen Wochen, sagte der konservative Politiker. »Kiew oder eine andere sichere ukrainische Stadt wäre ein fantastischer Austragungsort«, so Johnson und fügte hinzu: »Es ist noch ein Jahr bis dahin, ein Jahr! Das wird okay sein.«

Mitte Mai hatte die ukrainische Gruppe Kalush Orchestra mit dem Lied »Stefania« in Turin den 66. ESC gewonnen. Damit hatten die Ukrainer zum dritten Mal das Recht auf die Austragung im kommenden Jahr erlangt, schon 2005 und 2017 waren sie Gastgeber gewesen.

Doch wegen Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem seit fast vier Monaten andauernden russischen Krieg gegen die Ukraine hatte die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Freitag verkündet, Gespräche mit der BBC in Großbritannien über die Austragung zu beginnen. Der Brite Sam Ryder hatte in Turin den zweiten Platz belegt.

© dpa-infocom, dpa:220618-99-710796/2