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Völkermordklage gegen Myanmar: UN-Gericht trifft Vorentscheidung

Den Haag (dpa) - Im Völkermord-Prozess gegen Myanmar fällt der Internationale Gerichtshof in Den Haag heute eine wichtige Vorentscheidung. Gambia hatte Myanmar wegen der Gewalttaten der Militärs gegen die muslimische Rohingya-Minderheit vor dem höchsten UN-Gericht verklagt und sich dabei auf die Völkermord-Konvention berufen. Das Gericht solle Myanmar Sofortmaßnahmen auferlegen, um die noch im Land lebenden rund 600 000 Rohingya zu schützen. Soldaten Myanmars hatten seit 2016 Tausende Menschen ermordet, Dörfer zerstört und mehr als 700 000 in die Flucht getrieben.