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VfB Stuttgart sichert sich mit 2:0-Sieg bei Dynamo Dresden Platz zwei

Durch das 2:0 bei Dynamo Dresden hält der VfB Stuttgart den zweiten Platz der 2. Liga. Die Schwaben lassen es aber gerade im zweiten Durchgang überraschend locker angehen. Das fällt auch Trainer Matarazzo auf.

Ein Fußballspieler am Ball
Ein Fußballspieler am Ball. Foto: Jan Woitas/Archiv
Ein Fußballspieler am Ball. Foto: Jan Woitas/Archiv

DRESDEN. Einhundertprozentig zufrieden war Pellegrino Matarazzo nicht. Der Trainer des VfB Stuttgart freute sich Sonntag zwar über den mühsamen 2:0-Erfolg bei Schlusslicht Dynamo Dresden. Aber Matarazzo hatte sich ein bisschen mehr FC-Bayern-Mentalität von seinen im zweiten Durchgang etwas nachlässigen Spielern erhofft. »Ich hätte mir gewünscht, dass wir dann weitergemacht hätten, so ähnlich wie Bayern gestern auch seinen Gegner abgeschossen hat«, sagte der 42-Jährige mit Blick auf den 5:0-Sieg der Bayern gegen Fortuna Düsseldorf. Die Schwaben dagegen hatten es beim Tabellenletzten nach der Pause überraschend locker angehen lassen.

»Dann sind wir leider in gewisser Weise in einen gewissen Verwaltungsmodus gekommen. Dresden ist dann auch besser ins Spiel gekommen. Zum Schluss muss ich sagen, dass es wichtig ist, solche Spiele dreckig zu gewinnen«, sagte Matarazzo. Hamadi Al Ghaddioui (18. Minute) und Darko Churlinov (88.) mit seinem ersten Zweitliga-Tor sorgten für den letztlich verdienten Sieg, der dem VfB den Zwei-Punkte-Vorsprung vor dem ebenfalls siegreichen Hamburger SV (3:2 gegen Wehen Wiesbaden) auf dem dritten Platz sicherte. Auch der 1. FC Heidenheim bleibt nach einem klaren 3:0-Heimsieg gegen Erzgebirge Aue als Tabellenvierter im Aufstiegsrennen.

Anders als in der desolaten ersten Halbzeit zuletzt gegen den HSV stand der VfB diesmal sicher. Die Innenverteidigung um den in die Startelf zurückgekehrten Kapitän Marc Oliver Kempf ließ kaum etwas zu. Allerdings war den Sachsen auch deutlich anzumerken, dass sie wegen zuvor mehrerer Corona-Fälle ihr erstes Spiel nach dem Wiederbeginn der 2. Liga bestritten. »Wir haben hier gegen eine Top-Mannschaft gespielt, die in die 1. Bundesliga aufsteigen wird. Für das, wo wir stehen, war es ein sehr gutes Spiel«, sagte Dresdens Trainer Markus Kauczinski.

Neben Kempf stand auch Gonzalo Castro wieder in der ersten Formation von Trainer Pellegrino Matarazzo. Torgefahr strahlte der Siegtorschütze aus dem HSV-Spiel diesmal zwar nicht aus, aber der Routinier gab dem Mittelfeld in Abwesenheit des leicht angeschlagenen Daniel Didavi Struktur. Schon nach 18 Minuten ging der VfB gegen harmlose Gastgeber in Führung, als Al Ghaddioui eine abgefälschte Flanke von Clinton Mola aus der Drehung ins Tor beförderte.

Doch im Anschluss gab der VfB Rätsel auf. Anstatt auf das zweite Tor zu drängen, spielten die Schwaben erstaunlich passiv. Matarazzos Mannschaft ließ die Gastgeber im Spiel, sie hatte aber Glück, dass Dresden offensiv ebenfalls kaum etwas hinbekam.

Der eingewechselte Churlinov sorgte wenige Minuten vor dem Abpfiff für die Entscheidung zugunsten des VfB. Nach einem Schuss von Philipp Klement wehrte Dresdens Torhüter Kevin Broll direkt vor Churlinovs Füße ab, sodass der Nordmazedonier nur noch einschieben musste. (dpa)