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Sieg für Fortuna beschert Funkel wohl neuen Vertrag

Negativserie in letzter Minute beendet: Fortuna Düsseldorf hat beim 2:1 gegen Union das Glück erzwungen und zum Jahresausklang einen ganz wichtigen Sieg geschafft.

Fortuna Düsseldorf - 1. FC Union Berlin
Düsseldorfs Erik Thommy (M) jubelt mit Florian Kastenmeier (l) und Rouwen Hennings über seinen Treffer zum 2:1. Foto: Bernd Thissen/dpa
Düsseldorfs Erik Thommy (M) jubelt mit Florian Kastenmeier (l) und Rouwen Hennings über seinen Treffer zum 2:1. Foto: Bernd Thissen/dpa

Düsseldorf (dpa) - Erik Thommy konnte sein Glück kaum fassen. Mit seinem Sonntagsschuss in letzter Minute hat er Fortuna Düsseldorf vor einer tiefen Abstiegs-Depression bewahrt und seinem Trainer Friedhelm Funkel wohl einen neuen Vertrag beschert.

»Das war enorm wichtig für uns. Jetzt können wir besinnliche Weihnachten feiern«, sagte Fortunas Siegtorschütze nach dem 2:1-(1:0)-Erfolg über Union Berlin. Mit dem Ende der Negativserie von sechs sieglosen Spielen ist auch die Vertragsverlängerung von Trainer Friedhelm Funkel geklärt. »Wir werden uns am Montag zusammensetzen und das finalisieren«, sagte Fortunas Sportvorstand Lutz Pfannenstiel.

Auch der Coach bestätigte die bevorstehende Einigung. »Wir werden den Vertrag vor dem Trainingslager um ein Jahr verlängern, damit keine Unruhe aufkommt«, sagte Funkel nach der Partie. Der Kontrakt gilt allerdings nur für die Bundesliga.

»Der Trainer macht einen tollen Job. Mit ihm hat der Club ein großes Los gezogen«, sagte Siegtorschütze Thommy. Auch Funkel war stolz auf seine Mannschaft, die aufopferungsvoll gekämpft hat. »Es ist für mich als Trainer ein tolles Gefühl, wenn man sich auf seine Mannschaft verlassen kann«, sagte der 66-Jährige. »Nach so einem Sieg fällt die Anspannung etwas ab und man kann die nächsten Tage auch ein wenig genießen«, sagte der Coach.

Funkel hat zwar von Beginn an gespürt, dass seine Mannschaft anders auftritt als zuletzt. Aber er musste nach dem Führungstreffer von Rouwen Hennings (38.), der zum siebten Mal in dieser Saison das 1:0 erzielte, erst das Ausgleichstor von Michael Parensen (48.) verdauen und dann lange auf den Siegtreffer warten.

»Das war heute ein Sieg des Willens«, befand Abwehrspieler Andre Hoffmann. »Wir haben alles reingehauen und haben gezeigt, dass wir unbedingt gewinnen wollten«, sagte Hoffmann. »Wir haben uns heute nur auf dieses eine Spiel konzentriert und alles andere ausgeblendet. Wir haben Zähne gezeigt und gebissen«, sagte Pfannenstiel. »Wir wollten auf keinen Fall auf einem direkten Abstiegsplatz überwintern«, sagte Abwehrchef Kaan Ayhan.

Für die Gäste war die letzte englische Woche mit drei Spielen ohne Sieg sehr unglücklich. Trainer Urs Fischer führte das vor allem auf die erste Halbzeit zurück. »Die haben wir komplett verschlafen«, befand der Coach. »Da haben wir unser Weihnachtsgesicht gezeigt«, sagte Torhüter Rafal Gikiewicz.

Der sonst so starke Keeper der Köpenicker hatte beim Siegtreffer von Thommy schlecht ausgesehen. »Es war ein Flatterball und ich habe ihn zu spät gesehen. Und dann dachte ich, der Ball geht ins Aus. Das ist ärgerlich, dass wir durch zwei Sonntagsschüsse verlieren«, sagte Gikiewicz. Mit 20 Punkten steht der Liga-Neuling nach einer guten ersten Halbserie zwar auf einem gesicherten Mittelfeldplatz. Doch darauf kann sich das Team nicht ausruhen. »Wir brauchen noch mal 20 Punkte, um drin zu bleiben«, sagte Unions Torhüter.

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