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»Evre« haut Gegnerin weg

Bei ihrem Profi-Debüt als Boxerin legte die erst 19 Jahre alte Eningerin Evridiki Bampali in der Karlsruher Carl-Benz-Sporthalle los wie die Feuerwehr. Nach nur 45 Sekunden in Runde eins stand aufgrund ihrer hohen Schlagfrequenz und ihrer Dynamik bereits ihr technisches K.o. fest, weil die gegnerische Ecke sofort das Handtuch schmiss.

Boxerin Evridiki Bampali mit Trainer Mike Welsch.   FOTO: MEYER
Boxerin Evridiki Bampali mit Trainer Mike Welsch. FOTO: MEYER
Boxerin Evridiki Bampali mit Trainer Mike Welsch. FOTO: MEYER

KARLSRUHE. »Sie ist wirklich in der Manier wie einst Mike Tyson bei ihrem Profi-Debüt sofort losgestürmt, hat ihre Führhand abgeschossen und die Gegnerin damit ins Eck gestellt und hart am Körper und Kopf getroffen.« Mike Welsch, der Trainer und Entdecker der 19 Jahre alten Eningerin Evridiki Bampali, war von dem kompromisslosen Auftritt seines Schützlings doch ein wenig überrascht. Dabei hatte er genau das von »Evre«, so der Spitzname der ehrgeizigen Boxerin, erwartet. »Sie ist wirklich sofort voll zur Sache gegangen und so hat die gegnerische Ecke zu Recht aus Schutz für ihre Athletin auch sofort das Handtuch geschmissen.«

In ihrem ersten Profikampf des bedeutendsten Frauen-Boxverbandes WIBF (Womens International Boxing Federation) im Super-Federgewicht (bis 58,967 Kilogramm) kannte die gebürtige Reutlingerin Evridiki Bampali gegen ihre etwas erfahrenere 23 Jahre alte Gegnerin Kristina Jeftenic aus Bosnien-Herzegowina kein Pardon. Sie schlug von der ersten Sekunde nach dem Gongschlag kompromisslos hart und eindrucksvoll dynamisch zu, sodass ihre Kontrahentin chancenlos war.

Jürgen Lutz, der erste Trainer und spätere Manager der von 1995 bis 2007 ungeschlagenen deutschen Profibox-Weltmeisterin Regina Halmich, sagte nach dieser Demonstration der Stärke anschließend übereinstimmend mit weiteren Insidern über das 1,60 Meter große Energiebündel: »Evre wird wohl die kommende Weltmeisterin.« Bis zu einem WM-Kampf, der nach Wunsch von Mike Welsch möglichst in Reutlingen stattfinden soll, muss Evridiki Bampali aber noch mindestens vier bis fünf weitere Profikämpfe erfolgreich bestreiten. Der nächste soll im Dezember erneut in Karlsruhe steigen. (bib)